Berlin : AUS DEM GERICHT

Tödliche Raserei:

Zwei Jahre Haft für 19-Jährigen

Betrunken und unter Drogen saß der 19-jährige Ugur Ö. hinterm Steuer. Er ignorierte eine rote Ampel, raste über eine Kreuzung. Die Fahrt endete für einen seiner Freunde tödlich. Vor Gericht erklärte Ö. gestern: „Ich kann mich aber nicht erinnern, wie es zum Unfall gekommen ist.“ Der Jugendliche, der keinen Führerschein besaß, war am 2. Januar letzten Jahres auf der Kreuzung Gitschiner-/Ecke Prinzenstraße gegen ein Taxi geprallt. Das Auto schleuderte nach dem Zusammenstoß um die eigene Achse, rammte eine Laterne. Der 19-jährige Yunus S., der nicht angeschnallt war, wurde aus dem Fahrzeug geschleudert. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort starb. Ö. kam zur Ausnüchterung in ein Krankenhaus. Mit Ugur Ö. muss sich die Justiz bereits seit fünf Jahren befassen – etwa wegen Körperverletzung, Raubes und Diebstahls. In einem der früheren Verfahren ging es auch um das Fahren ohne Führerschein. Als er den Zusammenprall in Kreuzberg verursachte, stand Ö. unter Bewährung. Nun wurde er wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft verurteilt. K.G.

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