Berlin : AUS DEM GERICHT

Kindesmissbrauch: 75-Jähriger

in Sicherungsverwahrung

Sein Alter und seine Beteuerungen konnten die Richter nicht umstimmen: Nach erneuten sexuellen Übergriffen auf Jungen ist ein 75-jähriger Rentner zu sieben Jahren Gefängnis und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Der Lichtenberger Heinz B. ist seit 50 Jahren immer wieder straffällig geworden. Sechs Mal wurde der Mann mit pädophiler Neigung bereits wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Der Wiederholungstäter sei für die Allgemeinheit gefährlich, befanden die Richter. K. G.

Serienweise Überfälle im Suff:

Reinickendorfer Trio gesteht

Der Haupttäter nannte sich „Amok“: Drei junge Männer zeigten sich im Prozess um eine Serie von Überfällen gestern im Wesentlichen geständig. Der mit 21 Jahren älteste Angeklagte sagte, er habe damals „leider Drogen genommen und Alkohol getrunken“. Dem Trio wird vorgeworfen, in Reinickendorf mehrfach Bekannte in deren Wohnungen durch aggressives Verhalten eingeschüchtert und bestohlen zu haben. Ein 18-jähriger Angeklagter sagte, bei den Taten sei es vor allem um „Kraftmeierei“ gegangen. K. G.

Zu viel Privates im Dienst:

Beamter ließ Akten verschwinden

Wenn der Beamte vor allem mit privaten Dingen befasst war, landeten die Akten in der untersten Schublade: Ein 39-jähriger Justizoberinspektor versteckte fünf Jahre lang Unterlagen. 45 Fälle listete die Anklage auf. Private Gespräche aus dem Dienst heraus hätten ihn damals blockiert, gestand der Beamte aus dem Amtsgericht Spandau: „Wenn ein Fall kompliziert war, legte ich ihn weg.“ Sein Hausbau und finanzielle Schwierigkeiten hätten ihn so stark belastet. Er wurde wegen Verwahrungsbruchs zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. K. G.

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