Berlin : AUS DEM GERICHT

Prostituierte niedergestochen: Ex-Freier auf der Anklagebank

Nach einem blutigen Streit auf dem Straßenstrich auf der Kurfürstenstraße muss sich seit Montag ein 49-jähriger Grieche vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Georgios L. zum Messer griff, als ihm eine Prostituierte den von ihm bereits gezahlten Lohn von 20 Euro nicht zurückgeben wollte. Er habe sie leicht am Bauch verletzt. Als weitere Prostituierte dem Opfer zu Hilfe kamen, soll der Freier erneut zugestochen haben. Die 25-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Im Prozess wegen versuchten Totschlags erklärte der seit Jahren in Berlin lebende L., er sei betrunken gewesen und habe befürchtet, von den Frauen ausgeraubt zu werden. Um 20 Euro hätte er sich nie gestritten, sagte der Hartz-IV-Empfänger. Der Prozess wird Montag fortgesetzt. K. G.

Tod eines Tschetschenen-Generals erneut vor dem Landgericht

Zum dritten Mal geht es um die Frage, ob ein ehemaliger Tschetschenen-General im Februar 2006 kaltblütig ermordet wurde. Der 32-jährige Elmar P., der mutmaßliche Täter, war in zwei Prozessen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof aber hob die Urteile jeweils auf. Der Ex-General war in einen präparierten Transporter gelockt worden und starb während der Fahrt über den Ku’damm. Hintergrund waren den Ermittlungen zufolge mehr oder weniger ehrbare Geldgeschäfte. Der aus Kasachstan stammende Angeklagte habe das 38-jährige Opfer heimtückisch umgebracht, nachdem er erpresst und bedroht worden sei, hieß es in früheren Urteilen. P. hatte den Mordvorwurf bestritten.K. G.

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