Berlin : AUS DEM GERICHT

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Vermeintlichen Polizisten überfallen

Nach einem Raubüberfall mit einer Axt stehen seit gestern ein 15-Jähriger und ein 23-Jähriger vor dem Landgericht. Sie sollen im September in einem Wohnheim der Treberhilfe in Wedding einen Mann attackiert haben, den sie für einen Polizisten hielten. Als das Opfer wehrlos am Boden lag, seien ihm Handy und Gürteltasche abgenommen worden. Der 28-Jährige erlitt bei dem Angriff Schürfwunden.

Laut Anklage forderte der ältere Angeklagte den Mann auf zuzugeben, dass er ein „Bulle“ sei. Nachdem er ihn von der Couch geschubst und ihm sein Knie ins Kreuz gedrückt hatte, soll er ihm eine Axtklinge an den Hals gehalten haben. Der Jugendliche sagte im Prozess, er habe damals keine Bleibe gehabt und in dem Heim übernachten wollen. Nur aus Angst, auf der Straße schlafen zu müssen, habe er nach Aufforderung des Mitangeklagten die Axt geholt. Dieser habe erzählt, der Attackierte sei für die Festnahme eines Kumpels verantwortlich. K.G.

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