Berlin : AUS DEM SENAT

Berlin wird behindertengerechter



Beim Thema Behindertenfreundlichkeit ist Berlin nach Auskunft von Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) „deutschlandweit an der Spitze“. So lautet ihre Bilanz 15 Jahre nach dem Beschluss entsprechender Leitlinien. Inzwischen seien 60 von 170 U-Bahnhöfen und knapp 90 von 111 S-Bahn-Stationen behindertengerecht. Etwa die Hälfte der stadtweit 2000 Ampeln haben Blindenleitsysteme, und an rund 60 Prozent der Fußgängerfurten sind die Bordsteine abgesenkt. Ein „Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz und Barrierefreiheit“ zeige sich beispielsweise im sanierten Bode-Museum. Im jährlichen Bericht des Behindertenbeauftragten werden insbesondere die Jobcenter für mangelhaften Service kritisiert. In den Unis fehlten Gebärdendolmetscher, schwerstbehinderte Kinder in den Ostbezirken würden bei der Förderung benachteiligt, und die neuerdings üblichen Telefonstelen könnten zur Gefahr für Sehbehinderte werden. Änderungen seien teils schon umgesetzt, teils angemahnt. Laut Knake-Werner haben 550 000 oder 16 Prozent der Berliner eine anerkannte Behinderung. obs

Keine Extrakredite für Umweltzone

Zur Umrüstung von Fuhrparks für die Umweltzone wird es nach einem Senatsbeschluss kein zusätzliches Kreditprogramm geben. Die Förderprogramme von Investitionsbank (IBB) und Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) reichten aus, hieß es. Sollten Ersatzkäufe unzumutbar sein, würden die Bezirksämter Einzelausnahmen erteilen. obs

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