Berlin : AUS DEM GERICHT

Mutmaßliche Auto-Brandstifter

bleiben in Haft

Das Kammergericht sah dringenden Tatverdacht und Fluchtgefahr: Die mutmaßlichen Auto-Brandstifter Alexandra R. und Christoph T. bleiben nach Entscheidungen des Kammergerichts in Untersuchungshaft. Beide hätten im Falle einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen, „die voraussichtlich aufgrund ihrer Höhe nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden könne“, teilte die Justiz gestern mit. Die 21-jährige Alexandra R. soll im Mai versucht haben, einen Geländewagen anzuzünden. Dem 22-jährigen T. wird vorgeworfen, im Juni ein Auto in Brand gesetzt zu haben. Beide werden der linken Szene zugeordnet. Termine für die Prozesse gibt es noch nicht. Allein in diesem Jahr wurden in Berlin rund 200 Autos angezündet. K.G.

Prozess nach Geiselnahme

bei einer Probefahrt

Der Autoverkäufer wurde angeblich in eine Falle gelockt: Zwei 39- und 35-Jährige sollen den Mann, der einen Audi angeboten hatte, bei einer Probefahrt entführt haben. „Ich wurde mit einer Waffe bedroht“, sagte der 32-Jährige. Nach seiner Version musste er 1750 Euro von seinem Konto abheben und den Tätern das Auto überschreiben. Seine Aussage warf aber viele Fragen auf. Mit einem der Angeklagten, die beide schwiegen, hatte er bereits früher geschäftlich zu tun. Es soll zum Streit um Geld gekommen sein. Der Prozess geht Freitag weiter. K.G.

Totschlagsprozess

gegen Rapper geplatzt

Nach zwei Verhandlungstagen das Ende: Der Totschlagsprozess gegen einen 19-jährigen Rapper, der im Streit über Lärm einen 41-jährigen Nachbarn in Neukölln erstochen haben soll, muss neu aufgerollt werden. Nach Anträgen der Verteidigung setzte die Jugendstrafkammer das Verfahren aus. Mohamed H., der hasserfüllte Rap-Musik produzierte, soll unter Wahnvorstellungen leiden. Der Ankläger strebt seine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie an. K.G.

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