Berlin : Aus für Flughafen Neuhardenberg

Keine Genehmigung für Einsatz großer Maschinen von Ryanair

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Der Ausbau des Flughafens Neuhardenberg (Landkreis MärkischOderland) ist nicht genehmigungsfähig. Er widerspreche dem Landesentwicklungsprogramm und dem am 15. November in Kraft tretenden Landesentwicklungsplan für den Flughafen-Standort, der eine Konzentration auf Schönefeld vorsehe, teilte gestern das Potsdamer Raumordnungsministerium mit.

Wie berichtet, hat die Grundwert Brandenburg GmbH, der das Flugplatzareal gehört, eine Erweiterungsgenehmigung für den Betrieb größerer Verkehrsflugzeuge beantragt. Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair will den früheren DDR-Regierungsflughafen nutzen. Politisch sind die Pläne wegen der Konkurrenz zum in Schönefeld geplanten Großflughafen BBI umstritten. Ryanair droht jetzt nach Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern abzuwandern. So könnte man die Brandenburger Vorschriften umgehen.

Sollte sich vor dem 15. November doch noch eine Änderungsgenehmigung abzeichnen, müsste die Landesplanungsbehörde diese im Einvernehmen mit den betroffenen Ministerien untersagen, wurde gestern weiter mitgeteilt. Grundwert-Geschäftsführer Dieter Vornhagen sieht in der Entscheidung ein Wettbewerbsverbot, das durch die Schönefeld-Eigentümer Berlin und Brandenburg selbst verhängt worden sei.

Da sich Berlins Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) als Chef der gemeinsamen Landesplanung bereits zuvor öffentlich gegen Neuhardenberg ausgesprochen habe, sei kein objektives Verfahren gewährleistet gewesen. Vornhagen kündigte Beschwerden beim Kartellamt und der EU-Kommission an. du-

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