Berlin : Aus zwei mach eins

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Oh, Schreck - nur eines? Geht’s der Berliner Wirtschaft etwa so schlecht? Die Kölner, Hamburger und Münchener hatten ja schon immer nur eins. Nur in Berlin gab’s seit 1991 zwei Bände gefüllten Hauptstadtbranchen-Stolzes. Und ab jetzt nur noch ein Band Gelbe Seiten. Was ist passiert? Laufen Berlin die Unternehmen davon?

Keine Panik, heißt es aus der Gelbe-Seiten-Zentrale. Trotz rund 120 Seiten weniger habe sich an der Anzahl der aufgelisteten Unternehmen nahezu nichts geändert, versichert Sprecherin Melanie Scholz. Eine neue Drucktechnik, dünneres Papier und eine kleinere Schrift machen’s möglich.

Dadurch sei „unglaublich viel Platz gespart worden“. Haben die alten Bücher zusammen genommen rund zweieinhalb Kilo gewogen, so ist der neue Band etwa 200 Gramm leichter. Und dünner: mit fünfeinhalb Zentimetern nämlich einen halben Zentimeter. Wem das immer noch zu schwer oder zu dick ist, der kann die CD-Rom oder das Internet-Angebot nutzen. Ablösen werden die neuen Medien das traditionelle Buch jedoch auch in Zukunft erstmal nicht: „Ich glaube, dass es die Gelben Seiten noch sehr lange in Buchform geben wird“, erklärt Unternehmenssprecher Hartmut Engel.

Doch nicht nur „das Eine“ ist neu bei den Gelben Seiten, die in einer Auflage von rund einer Million unter die Berliner gebracht werden. Neu ist auch das „Coupon-Heft“, das jedem Buch beliegt, mit Gutscheinen von etwa 75 Berliner Geschäften. Amerika lässt grüßen.

Aral übrigens auch. Seit gestern kann man sich dort das dicke Buch abholen. Aber wen der Weg zur Tankstelle nicht reizt – in den Kaiser’s-Supermarktfilialen bekommt man die Gelben Seiten auch. Und natürlich bei der Post.vv

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