Ausbau City-West : Am Hardenbergplatz hakt es
10.10.2011 08:27 Uhr- Gleich zwei neue Hochhäuser sollen in Zukunft die Gedächtniskirche überragen. - Simulation: promo
- Aufbau West. Mit den Neubauten kommen auch Cafés, Bars, Restaurants. Zu einem Szenebezirk wird das Viertel trotzdem nicht, glaubt Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD). - Foto: Kai-Uwe Heinrich
- Planiermeile statt Flaniermeile. Tagsüber sind der Ku’damm und die Tauentzienstraße die belebtesten Einkaufsstraßen Berlins. Nur die Dauerbaustelle stören das Bild. - Foto: Kai-Uwe Heinrich
Der Umgestaltung des Hardenbergplatzes am Bahnhof Zoo zum zentralen Veranstaltungsort der City-West scheitert möglicherweise am Geld: Der Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf Klaus-Dieter Gröhler (CDU) kritisierte im Gespräch mit dem Tagesspiegel, die Senatsfinanzverwaltung wolle eingeplante Einnahmen aus dem Bau einer privaten Tiefgarage nicht dem Bezirk überlassen, sondern dem allgemeinen Landeshaushalt zuführen. Damit wären die auf mehr als fünf Millionen Euro geschätzten Umbaukosten nicht finanzierbar.
Auch die Ausschreibung des Tiefgaragenbaus verzögere sich, beklagt der Stadtrat. Der Autoverkehr und die Parkplätze sollen vom Hardenbergplatz verbannt werden. So will der Bezirk Raum für Großveranstaltungen schaffen, den es auf dem bekannteren Breitscheidplatz nicht gibt – denn dort stehen die Gedächtniskirche und der „Wasserklops“-Brunnen im Wege.
Gröhler hat sogar angeregt, das Elefantengehege des Zoos so zu vergrößern, dass es bis auf den Hardenbergplatz ragt, um „den Zoo visuell in die Stadt zu tragen“. In der Zooverwaltung ist diese Idee laut einer Sprecherin allerdings kein Thema. BVG-Busse sollen künftig in der Jebensstraße ankommen und am Hardenbergplatz auf einer kleineren Fläche abfahren.
Für die Tiefgarage sieht ein BVV-Beschluss bis zu 300 Stellplätze vor. Mehrere potenzielle Bauherren haben sich bereits beim Bezirk gemeldet – darunter die Firma Wöhr + Bauer aus München, die unter anderem schon die Tiefgaragen unter dem Alexander- und dem Bebelplatz betreibt. Das Bezirksamt will mit dem ausgewählten Unternehmen einen Erbbaurechtsvertrag schließen, der den Investor zur Beteiligung an den Kosten des Platzumbaus verpflichten würde.





























