Berlin : Ausbau des U-Bahn-Netzes: Bau der U 5 geht dem Bund zu langsam

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Im Streit um den Weiterbau der U-Bahn-Linie U 5 hat der Bundesrechnungshof moniert, dass der Bund bereits rund 200 Millionen Mark aus Hauptstadtmitteln in den Bau investiert habe, ohne dass ein Nutzen zu erkennen sei. Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) will den Bau zeitlich noch mehr strecken. Vereinbart ist mit dem Bund, den Bau 2002 abzuschließen. Die Koalition in Berlin einigte sich dann auf das Jahr 2006, und jetzt will Strieder bis 2010 warten. Das Bundesverkehrsministerium betonte, es habe den Senat stets gedrängt, schneller zu bauen. Ob die bereits geleisteten Zuschüsse bei der Nichterfüllung des Vertrages durch Berlin zurückgefordert werden, ist nicht entschieden. Berlin will den Hauptstadtvertrag dazu neu verhandeln.

Die IHK forderte gestern eine schnelle Entscheidung für einen kostengünstigen Weiterbau. Heute wollen sich dazu der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen sowie die Senatoren Wolfgang Branoner (CDU) und Peter Strieder (SPD) zu einem Chefgespräch treffen.

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