Berlin :  AUS DEM PARLAMENT

Pisa-Test: Opposition wirft Senat

falsche Bildungspolitik vor

Regierung und Opposition ist es am Donnerstag nicht gelungen, eine gemeinsame Einschätzung der jüngsten Pisa-Ergebnisse zu finden. Auch über die Frage, ob und welche Art von Bildungsreformen Berlin braucht, gingen die Meinungen weit auseinander. Während Oppositionspolitiker wie Sascha Steuer (CDU) die jüngsten Ergebnisse der OECD-Vergleichsstudie so interpretierten, dass Berlin „weit hinter den Rest des Landes zurückgefallen“ sei, betonten Regierungspolitiker wie Felicitas Tesch (SPD): „Berlin hat sich verbessert.“ Die Opposition warf der Regierung vor, sich mit „mittelmäßigen“ Ergebnissen zu begnügen, wie Grünen-Politiker Oliver Schruoffeneger sagte. In der Debatte um die künftige Ausrichtung warb Linken-Politiker Steffen Zillich für die von seiner Partei und dem linken SPD-Flügel favorisierte Gemeinschaftsschule. Die von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) bevorzugte Regionalschule, die Haupt- und Realschulen zusammenführt, sei kein Widerspruch dazu, sondern „ein erster Schritt in Richtung einer gemeinsamen Schule“. lvt

Obdachlose: Senat hält

Kältehilfe für ausreichend

Angesichts des bevorstehenden Winters ist Berlin ausreichend darauf vorbereitet, Obdachlosen Hilfen gegen die Kälte anzubieten. Das sagte Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. 14 Notübernachtungen, elf Nachtcafés und andere Betreuungseinrichtungen stünden wie in den vergangenen Jahren zur Verfügung. „Die Menschen, die auf der Straße leben, bekommen die Hilfe, die sie brauchen“, sagte die Senatorin. Dafür arbeiteten rund 70 Organisationen und die Bezirke zusammen, die Sozialverwaltung unterstütze unter anderem ein Kältehilfetelefon, über das die Angebote koordiniert werden. lvt

Öffentlicher Dienst: 14 Prozent neue Azubis mit Migrationshintergrund

Der öffentliche Dienst verzeichnet die bisher höchste Quote neuer Lehrlinge aus Zuwandererfamilien. Von 685 im Herbst eingestellten Auszubildenden hätten 14,3 Prozent Migrationshintergrund, teilte Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) mit. Mittelfristig solle die Quote auf 20 Prozent gesteigert werden. ddp

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