AUS DEM GERICHT : AUS DEM GERICHT

Randalierer zu Bewährung verurteilt



Ein 20-jähriger Koch ist nach seiner Beteiligung an den Krawallen am 1. Mai 2010 in Kreuzberg zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte am Kottbusser Tor fünf Glasflaschen in Richtung Polizei geworfen. Ein Beamter sei seitlich am Helm getroffen worden. Bei der Festnahme hatte sich der Angeklagte gewehrt und dabei einen Bruch des rechten Oberarms erlitten. Vor Gericht gab er am Mittwoch die Vorwürfe zu und entschuldigte sich. Er habe sich durch die Polizei provoziert gefühlt, sagte der Spandauer ohne Vorstrafen. Die Richter sprachen ihn des Landfriedensbruchs und der versuchten gefährlichen Körperverletzung schuldig. K.G

Behörden-Mitarbeiter vor Gericht

Nach 35 Jahren im Amt wirtschaftete er in die eigene Tasche: Rund 45 000 Euro hatte ein Mitarbeiter des Bezirksamtes Reinickendorf innerhalb von vier Jahren abgezweigt. Zuerst fälschte er Rechnungen und ließ private Kosten für Telefon oder Energie über die Behörde laufen, dann erschlich er sich mehr als 40 Überweisungen in Höhe von jeweils rund 1000 Euro. Vor Gericht gab Detlef N. am Mittwoch den Betrug zu und kam mit zwei Jahren Haft auf Bewährung davon.

Ebenfalls um kriminelle Energie eines Behördenmitarbeiters sollte es vor dem Landgericht gehen. Der Prozess um Korruptionsvorwürfe gegen einen Ex-Projektmanager der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung platzte jedoch. Ein mitangeklagter Bauunternehmer war versehentlich erst zum 13. April geladen worden und nicht erschienen. Der Senatsmitarbeiter soll zwei Geschäftsleuten Aufträge zugeschanzt haben. Der Prozess soll nun 20. April starten. K.G.

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