Berlin : AUS DEM GERICHT

Tödliche OP: Schönheitschirurg

weist jegliche Schuld von sich

Schönheitschirurg Reinhard S. verstärkte im neu aufgerollten Prozess um den Tod einer 49-jährigen Patientin nach einer Bauchstraffung seine Vorwürfe gegen andere Mediziner. In dem Krankenhaus, in das er Anja S. sechseinhalb Stunden nach einer Reanimation bringen ließ, seien tödliche Fehler gemacht worden. „Die Maßnahmen der Klinik konnte kein gesunder Mensch überleben“, sagte der 59-Jährige. Inzwischen habe er gegen den verantwortlichen Arzt Anzeige erstattet. Der Charlottenburger Chirurg muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Die Anklage geht von einer fehlerhaften Behandlung aus. S. habe bei dem Eingriff im März 2006 keinen Anästhesisten hinzugezogen und die Patientin trotz schwerer Komplikation zunächst in seiner Tagesklinik liegen lassen. Der erste Prozess war geplatzt, weil der damalige Anwalt das Mandat niedergelegt hatte. K.G.

Kundengelder verjubelt:

Bewährung für Bankberaterin

Fast fünf Jahre lang hatte Waltraut K. als Vermögensberaterin in einer Filiale der Deutschen Bank die Konten von drei betuchten Kunden geplündert. 1,1 Millionen Euro soll die 59-Jährige verjubelt haben. „Ich lebte über meine Verhältnisse“, gestand sie. Gestern wurde sie zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zudem soll sie 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. K.G.

Missbrauch: Homosexuelles Paar

zu Gefängnisstrafen verurteilt

Zwei 21 und 22 Jahre alte Männer wurden wegen Missbrauchs eines achtjährigen Jungen zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt. Die Angeklagten, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten, hatten die Vorwürfe zum Teil eingeräumt. Das Opfer, ein Cousin des Jüngeren, hatte mehrfach in der Hellersdorfer Wohnung des Paares übernachtet. Drei Übergriffe sahen die Richter als erwiesen an. K.G.

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