Berlin : Ausflug mit marodem Bus verhindert Kita-Kinder sollten im Doppeldecker fahren

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Mit einem ausgemusterten und völlig maroden früheren BVGBus wollte gestern ein Berliner Busunternehmen eine Gruppe von zwei bis vier Jahre alten Kita-Kindern auf einen Bauernhof bei Königs Wusterhausen fahren. Eine Erzieherin rief die Polizei zur Begutachtung – und die zog den 25 Jahre alten Doppeldecker gleich aus dem Verkehr. Das Busunternehmen musste einen Ersatzbus stellen. Am Montag soll der marode Doppeldecker vom TÜV untersucht werden.

Die Kita-Erzieher hatten wegen ihrer kleinen Schützlinge extra einen Bus mit Sicherheitsgurten bestellt. Davon war aber in dem Fahrzeug, das schließlich vorfuhr, nichts zu sehen. Bei ihrer Überprüfung stellten die Polizisten durchgerostete tragende Teile fest, die Bremse fiel komplett aus, als die Beamten sie testen wollten, und der Fußbodenbelag war schon so stark abgenutzt, dass er für die Kinder gefährliche Stolperfallen bildete. Für den 45 Jahre alten Fahrer schien das alles kein Thema zu sein. Bei der Polizei gab er an, er habe keine Unregelmäßigkeiten während der Fahrt festgestellt.

Täglich gehen bei der „Überwachungsgruppe Sonderverkehr“ bis zu 40 Anrufe von Schulen und Kitas ein mit der Bitte, dass Beamte die Busse vor dem Start zur Klassenfahrt kontrollieren. Zu Wochenbeginn ist der Andrang oft so groß, dass nicht alle Anrufer einen Termin erhalten können. In diesen Jahr baten bereits 620 Schulklassen und Kitagruppen um Kontrolle, etwa 80 Prozent wurden bedient. Zwei von hundert Bussen werden aus dem Verkehr gezogen. Da die Polizei die schwarzen Schafe unter den Firmen kennt, kontrolliert sie gezielt deren Busse. Unter Telefon 4664 – 98 42 03 können montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr Termine vereinbart werden. weso

Weiteres im Internet unter:

www.berlin.de/polizei/Service/reisebus.html

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