Berlin : Ausflug zur Kuh

An diesem Wochenende laden mehr als 250 Betriebe zur Brandenburger Landpartie Neben Bauernhöfen und Agrarproduktion beteiligen sich vielerorts auch die Naturwächter

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Nah dran. Auf Gut Kerkow bei Angermünde kann man am Wochenende bei der Brandenburger Landpartie sehen, wie es Rindern in der Schorfheide geht. Foto: Theo Heimann/dapd
Nah dran. Auf Gut Kerkow bei Angermünde kann man am Wochenende bei der Brandenburger Landpartie sehen, wie es Rindern in der...Foto: dapd

Sellendorf - In Brandenburg stehen an diesem Wochenende viele Türen zu Ställen mit Kühen, Ziegen, Schweinen, Ziegen und anderen Tieren weit offen. Möglichst viele Neugierige sollen sich eingeladen fühlen und Landwirtschaft aus erster Hand erleben. Zum 17. Mal steigt am heutigen Sonnabend und morgigen Sonntag die Brandenburger Landpartie. 259 Betriebe an 195 Orten beteiligen sich. Dabei wollen die Landwirte vor allem mit angestammten und neuen Kunden ins Gespräch kommen und das heute so wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Produzenten und Käufer stärken. „Deshalb sind nicht nur reine Agrarbetriebe dabei, sondern auch Ferienbauernhöfe, Fischereien, Landgasthöfe, Gärtnereien oder auch Pferdehöfe“, sagt Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD). „Die Besucher erleben ländliche Traditionen, alte Technik und bodenständiges Handwerk.“

Der Minister selbst eröffnet die Landpartie am Sonnabend um 12 Uhr in der Landgut-Brennerei im Ortsteil Steinreich der Gemeinde Sellendorf im Landkreis Dahme-Spreewald. Besucher können sich hier mit oder ohne Begleitung des Politikers in der Brennerei, auf den Weiden und bei Waldführungen umschauen. Kutschrundfahrten und ein Bauernmarkt mit Anbietern aus der Region ergänzen hier das Programm.

Mit der Gläsernen Molkerei Münchehofe, dem Haus des Waldes in Gräbendorf und der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Dürrenhofe liegen weitere Teilnehmer gleich in der Nähe beziehungsweise auf dem Weg nach Sellendorf. In der Gläsernen Molkerei in Münchehofe erfahren die Besucher stündlich zwischen 11 und 16 Uhr den Weg von der Milch zu Käse, Butter, Quark und Joghurt – und können natürlich auch von den Produkten probieren.

Etwas weiter östlich hat sich der Chef des Gutes Hirschaue bei Beeskow einen Sensenmähwettbewerb ausgedacht. Bis 10 Uhr können sich am Sonntag Interessierte bei Henrik Staar melden. Er hat 20 Parzellen von vier mal fünf Meter Ackergras vorbereitet, die nur mit der Sense zu bearbeiten sind. „Nicht nur ältere Dorfbewohner beherrschen die Technik, sondern auch junge und naturbewusste Menschen bevorzugen das ruhige Rauschen der Sense“, sagt der 32-Jährige. Man dürfe mit dem vom Wetzstein geschärften Gerät nicht „hacken“, sondern immer den Schwerpunkt des Geräts suchen.

Vielerorts bieten auch Naturwächter ihre Dienste an. So beginnt am Sonntag um 10 Uhr an der Burg Storkow eine geführte Radtour zu den Salzwiesen bei Philadelphia und zur Fischerei Köllnitz an den Groß Schauener Seen. Nach 30 Kilometern wird gegen 16 Uhr der Ausgangspunkt erreicht.

Der durch seine frischen Angebote wie die Bio-Milch auch in Berlin bekannte Hof im Ökodorf Brodowin feiert am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr sein 20-jähriges Bestehen mit einem bunten Marktplatz, Handwerkerständen, Bio-Küche, Hofführungen und Kinderprogrammen. Vom Bahnhof Chorin verkehren kostenlose Shuttle-Busse. Claus-Dieter Steyer

Informationen gibt es unter der Telefonnummer 03328-337 670 oder im Internet unter der Adresse: www.brandenburger-landpartie.de

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