Ausflugstipps für Brandenburg : ... und nachts tanzen wir durch Potsdam

In Brandenburgs Hauptstadt wird nachts getanzt, beim Seefestival Wustrau verirrt sich Odysseus und im Kloster Neuzelle gibt's Wodka - unsere Ausflugstipps für ein tolles Wochenende rund um Berlin.

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Im roten Licht zur blauen Stunde: In Potsdam wird bei der Erlebnisnacht dieses Jahr viel getanzt.
Im roten Licht zur blauen Stunde: In Potsdam wird bei der Erlebnisnacht dieses Jahr viel getanzt.Foto: Manfred Thomas

Wodka und Cola.

In die 1930er Jahre zurück führt die Geschichte des Musicals „Wodka Cola“ von Cole Porter, das zum Auftakt des Festivals „Oper Oder-Spree“ im Kreuzgang des Klosters Neuzelle zu erleben ist. Am Freitag, Sonnabend und Sonntag sowie am nächsten Wochenende wird die Geschichte vom kulturellen Aufeinandertreffen des stalinistischen Russlands mit dem kapitalistischen Amerika anhand eines ehrgeizigen Zeitungsverlegers erzählt, der amerikanischer Botschafter in Russland werden will. Das Musical ist für drei Saxofone, drei Trompeten, drei Posaunen, Schlagzeug und Gitarre arrangiert. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

Tel. 033 652 / 61 02, www.neuzelle.de

Jazz und Schloss.

Die Brandenburgischen Sommerkonzerte gastieren am Sonnabend ab 17 Uhr mit dem Quartett des ungarischen Ausnahmegitarristen Ferenc Snétberger in der Laurentiuskirche in Rheinsberg. Der Künstler ist längst eine feste Größe in der internationalen Jazzszene. Wie immer gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Schloss- und Stadtführungen oder einer Dampferfahrt. Am Sonntag treten die Academy of St. Martin in the Fields und die Geigerin Leticia Moreno um 17 Uhr in der Nikolaikirche Luckau auf.

Tel. 030 / 890 4340, www.brandenburgische-sommerkonzerte.org

Irrfahrt auf dem See. Das Seefestival Wustrau bei Neuruppin garantiert seit Jahren beste Sommerunterhaltung unter freiem Himmel. An diesem Wochenende feiert das Comedy-Musical „Odysseus fährt irr“ im Schlosshof Premiere. Am Freitag und am Sonnabend schlüpfen neun Darsteller ab 20.30 Uhr in die Rollen von Seefahrern, Schafen, Sirenen, Monstern und Göttern. Zirkusnummern, Puppentheater und Sportreportagen ergänzen diese Reisegeschichte des griechischen Helden. Wer es diesmal nicht schafft, kann sich den Besuch für ein anderes Wochenende vornehmen. Gespielt wird bis zum 22. August.

Tel. 033 925 / 90 191, www.seefestival.com

Donner und Schüsse. Auf der Festung Senftenberg wird am Wochenende die Zeit ins 18. Jahrhundert zurückgedreht, als sich sächsische und preußische Truppen hier gegenüberstanden. Traditionsverbände ziehen sich alte Uniformen an, greifen zu Gewehren und feuern schon mal die eine oder andere Kanonenkugel ab. Dazu gibt es am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr Marktstände und historisches Schauhandwerk, Musik und Akrobatik, eine Greifvogel-Flugshow und barocke Tänze.

Tel. 035 73 / 2628, www.museums-entdecker.de

Tanz in der Nacht. Ganz locker will sich am Sonnabend ab 15 Uhr die Potsdamer Innenstadt mit einer Erlebnisnacht mit Tänzen, Musik, exotisch anmutenden Speisen und Getränken geben. Vor dem Nauener Tor gibt es beispielsweise Salsa zum Mitmachen. Sonst sind in der Innenstadt zwischen Holländischem Viertel und Luisenplatz viele andere Musikrichtungen wie Rock ’n’ Roll, Folk, spanische Klänge, Jazz und Reggae vertreten.

www.potsdamer-erlebnisnacht.de

Spione und Mauer. Eine Radtour begibt sich am Sonntag auf die Spuren von Spionen, Grenzern und Mauerstücken zwischen Berlin und Potsdam. Der Start ist um 11 Uhr am Bahnhof Griebnitzsee. In dreieinhalb Stunden geht es nach Steinstücken, zum Griebnitzsee, nach Klein Glienicke, in die Villenkolonie Babelsberg, zur Glienicker Brücke, zum Neuen Garten und in die Potsdamer Altstadt. Unterwegs wird die Ausstellung der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke besucht. Räder können am Bahnhof Griebnitzsee gemietet werden.

Tel. 0331/ 27 55 88 99, www.potsdamtourismus.de.

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