Berlin : Ausgetanzt

Die Love Parade wurde jetzt auch offiziell abgesagt

Lars von Törne

Die Berliner Love Parade 2005 ist endgültig abgesagt worden. Das bestätigte Sünje von Ahn von der Love Parade GmbH am Mittwochabend. Die Gesellschafter der Love Parade Berlin GmbH fassten diesen Beschluss, da die bis zum eigentlich geplanten Termin am 9. Juli verbleibende Zeit nicht mehr ausreiche, um die Verhandlungen mit potentiellen Sponsoren fortzusetzen. Zuvor hatten wie berichtet mehrere Großunternehmen wie Samsung und T-Mobile ihre Sponsoringzusagen zurückgezogen.

„Wir bedauern sehr, dass wir die Berliner Love Parade in diesem Jahr nicht ermöglichen können. Wir werden alles daran setzen, in konstruktiven Dialogen mit dem Land Berlin, der Wirtschaft und den Medien eine Lösung für ein Comeback der beliebten Berliner Parade im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft zu finden,“ teilten die Veranstalter mit. Sie kündigten an, ein neues Konzept für 2006 und eine neue Besetzung des seit Monaten vakanten Geschäftsführerpostens in den kommenden Wochen bekannt zu geben. Tagesspiegel-Informationen, nach denen dabei DJ Paul van Dyk und seine Frau Natascha eine verantwortliche Position übernehmen sollen, wollte die Love Parade GmbH nicht bestätigen.

Berlins Landesregierung bedauerte die Absage. „Es ist sehr schade, denn grundsätzlich ist es kaum vorstellbar, dass so eine starke Marke wie die Love Parade keine Sponsoren findet“, sagte Senatssprecher Michael Donnermeyer. „Die Love Parade war ein Ereignis, bei dem die Berliner und ihre Gäste viel Spaß hatten“, sagte der Sprecher von Wirtschaftssenator Harald Wolf( (PDS), Christoph Lang. Lang kritisierte neben der Absage von Sponsoren auch das Vorgehen der Love-Parade-Veranstalter: „Die Geschichte der letzten zwei Jahre hat gezeigt, dass man die Sache professioneller hätte weiterentwickeln müssen, damit sie überleben kann.“

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