Berlin : Ausgezeichneter Unfug: Kleinkunstpreis für Krömer

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Die schöne Vitrinenschrankwand im Wohnzimmer reicht bald nicht mehr aus. Zumindest, wenn Kabarettist Kurt Krömer all seine Auszeichnungen darin ausstellen will. Am Sonntag fährt der selbsternannte „Robbie Williams vom Hermannplatz“ nach Mainz, um den Deutschen Kleinkunstpreis 2007 abzuholen. Den kann der bekennende Neuköllner dann zwischen die vielen anderen Trophäen stellen, die er bislang bekommen hat.

Seit 2003 treibt der Mann mit der schicken Brille Marke Kassengestell sein Unwesen im Fernsehen. Zuerst mit der „Kurt Krömer Show“, dann mit dem Nachfolger „Bei Krömers“. Zuspruch hat er seither von vielen Seiten erhalten. Zum Beispiel von Harald Schmidt. Als der Krömer im vergangenen Jahr in seine Show einlud, sagte er: „Du bist kein Gast, sondern jemand, den wir richtig gut finden.“ Der Gelobte lächelte verlegen und rutschte nervös auf seinem Stuhl herum.

Mit einem Lächeln ist es heute Abend nicht getan. Da werden Schmidt und Krömer wieder aufeinandertreffen, nur diesmal sitzt der Berliner zusammen mit Nora Tschirner, Piet Klocke und Anette Frier auf der Ratebank von Schmidts neu aufgelegter Show „Pssst…“, die ab 18.50 Uhr im Ersten läuft. Fraglich ist aber, ob er hinter die skurrilen Geheimnisse der Gäste kommen wird, die es zu erraten gilt. Oft verheddert sich der 32-Jährige nämlich in seinen Gedanken, so dass am Ende nur Unfug rauskommt.

Auf eben diesen Unfug hatten die Dozenten der Schauspielschule, an der sich Krömer einst bewarb, keine Lust. Auf die Frage, was Theater für ihn bedeute, antwortete er völlig unbedarft: „Theater muss Spaß machen.“ Daraufhin wies man ihm die Tür. Die Kaufmannslehre bei einem Herrenausstatter war für Krömer, der eigentlich Alexander Bojcan heißt, vermutlich sowieso viel hilfreicher. Nachdem er diese „erfolgreich abbrach“, blieb ihm nur noch der Weg auf die Bühne. Gut so, wie der Kleinkunstpreis nun einmal mehr beweist. hey

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