• Ausländerfeindlicher Angriff in der Straßenbahn BVG-Kontrolleure hielten vier Täter fest und übergaben sie der Polizei

Berlin : Ausländerfeindlicher Angriff in der Straßenbahn BVG-Kontrolleure hielten vier Täter fest und übergaben sie der Polizei

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Vier 14 bis 16 Jahre alte Jugendliche, darunter ein Mädchen, wurden gestern Morgen nach einem ausländerfeindlichen Angriff in einer Straßenbahn an der Warschauer Straße in Friedrichshain festgenommen. Die beiden dunkelhäutigen Opfer hatten sich allerdings bereits vor dem Eintreffen der Polizei vom Tatort entfernt. Eingesetzt wurden neben Fäusten auch Schöagwerkzeuge. Der Fahrer der Straßenbahn der Linie 20 hatte über die BVGLeitstelle die Polizei um 4.50 Uhr alarmiert. Zwei zufällig am U-Bahnhof wartende Kontrolleure eines für die BVG arbeitenden privaten Sicherheitsdienstes hielten die betrunkenen Jugendlichen an der Haltestelle solange fest, bis die Polizei eintraf. Die in Pankow und Prenzlauer Berg wohnenden Jugendlichen sind alle sowohl wegen politisch motivierter Delikte als auch wegen krimineller Taten bekannt. Die Jugendlichen gaben in ihrer Vernehmung an, dass sie von den beiden dunkelhäutigen Männern grundlos angegriffen worden seien. Alle vier Jugendlichen hatten Wunden und Schwellungen im Gesicht. Zeugen berichteten jedoch, dass das Quartett die beiden Männer rassistisch beschimpft hatten. Jetzt ermittelt der für politische Delikte zuständige Staatsschutz der Polizei. Wegen der Schwere der Tat wird geprüft, ob die beiden Jugendlichen am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann, ob sie in Untersuchungshaft kommen oder bis zum Gerichtsverfahren auf freiem Fuß bleiben. Die Polizei bittet die beiden Opfer und Zeugen, sich unter der Telefon-Nummer 4664 37518 zu melden.

Vor zehn Tagen hatte ein 46-Jähriger aus Ludwigsfelde in einem Regionalexpress der Bahn einen zwei Monate alten Säugling angegriffen. Zuvor hatte der Mann die Eltern des kleinen Mädchen, eine 23-Jährige aus Jugoslawien und einen 24-Jährigen aus Sierra Leone, mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt. Die Eltern konnten den Mann am Bahnhof Zoo der Polizei übergeben. Ha

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