AUSLÄNDISCHE SOLDATENFRIEDHÖFE : Auch die Queen gedachte der Toten

Gedenkorte. Oben der britische Soldatenfriedhof an der Heerstraße, unten der italienische in Stahnsdorf.
Gedenkorte. Oben der britische Soldatenfriedhof an der Heerstraße, unten der italienische in Stahnsdorf.

ROTE ARMEE

Neben dem Ehrenmal in der Schönholzer Heide gibt es in Berlin zwei weitere Gedenk- und Begräbnisstätten für die Gefallenen der Roten Armee. Das größte Ehrenmal befindet sich im Treptower Park, eingeweiht am 8. Mai 1949, mit der Statue des sowjetischen Bildhauers Jewgeni Wiktorowitsch Wutschetitsch als Mittelpunkt. Über 7000 sowjetische Soldaten sind in der nahen Kriegsgräberstätte begraben. Das Ehrenmal an der Straße des 17. Juni in Tiergarten wurde bereits am 11. November 1945 eingeweiht. Begraben sind hier über 2000 gefallene Soldaten. Die beiden die zentrale Statue flankierenden T-34-Panzer und die beiden Kanonen waren angeblich beim Kampf um Berlin dabei. Bis 1994 waren an der Gedenkstätte russische Soldaten als Ehrenwache präsent.

ROYAL AIR FORCE

Auf dem britischen Soldatenfriedhof an der Charlottenburger Heerstraße sind etwa 3600 Angehörige des britischen Militärs begraben. In der Mehrheit handelte es sich um die Besatzungen von Bombern der Royal Air Force, die über Berlin und dem Umland abgeschossen worden waren. Zuletzt wurde dort 2008 ein Flieger begraben, der 1944 abgeschossen und dessen Leiche erst damals gefunden worden war.

Auch auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf gibt es eine Anlage mit 1167 Gräbern britischer Kriegsgefangener aus allen damaligen Commonwealth-Staaten, darunter Matrosen aus Indien oder Neuseeland. Sie waren während des Ersten Weltkriegs in Brandenburger Internierungslagern gestorben. Auch die britische Königin Elizabeth II. gedachte dort 2004 der Toten.

ITALIEN

Auch eine Kriegsgräberstätte („Cimitero Militare Italiano Guerra“) mit dem sterblichen Überresten von 1659 italienischen Soldaten befindet sich auf dem Gelände des Südwestkirchhofs in Stahnsdorf. Sie waren ebenfalls während des Ersten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft geraten und dort in Internierungslagern gestorben.

TÜRKEI

Auf dem 1866 angelegten Türkischen Friedhof am Columbiadamm wurden während des Ersten Weltkriegs Soldaten des Osmanischen Reichs begraben, die an der Seite Deutschlands und Österreichs gekämpft hatten und gefallen waren. Andreas Conrad

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