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Ausnahmepoetin : Dichterin Eva Strittmatter gestorben

Im Alter von 80 Jahren ist die Lyrikerin Eva Strittmatter am Dienstag in einem Altersheim bei Berlin gestorben. Ihre Werke zeigten eine starke Verbundenheit mit der märkischen Landschaft.

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Die Weise von Schulzenhof. Eva Strittmatter. Foto: Paulus Ponizak/picture-alliance/Berliner ZeitungBerliner_Verlag

Neben Gedichten schrieb die Ehefrau des Schriftstellers Erwin Strittmatter (1912 bis 1994) auch Prosa für Erwachsene und Kinder. „Die Ausnahmepoetin vermochte den Reigen des Lebens in Verse zu kleiden, in denen die Menschen Halt finden“, heißt es im Nachruf des Verlages Das Neue Berlin.

Eva Strittmatter wurde 1930 in Neuruppin geboren. Von 1947 bis 1951 studierte sie Germanistik und Romanistik in Berlin, arbeitete dann beim Deutschen Schriftstellerverband und beim Kinderbuchverlag der DDR. Seit 1954 war sie freie Schriftstellerin. 14 Gedichtbände hatte sie seither veröffentlicht, sechs Prosa-Bände, darunter die „Briefe aus Schulzenhof“-Trilogie, und mehrere Kinderbücher. 1956 heiratete sie den 18 Jahre älteren Schriftsteller Erwin Strittmatter, der 1994 starb.

Strittmatter lebte jahrelang im nordbrandenburgischen Schulzenhof (Landkreis Oberhavel). Nach Angaben des Aufbau-Verlages wohnte sie nach einer Krankheit auch in einer Berliner Senioreneinrichtung. Von ihr war 2009 noch der Gedichtband „Wildbirnenbaum“ erschienen. Die Dichterin arbeitete nach Verlagsangaben bis zuletzt an weiteren Projekten.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) würdigte Strittmatter als „unverwechselbare Stimme“ der deutschen Literatur.
„Unser Land Brandenburg kann sich glücklich schätzen, dass diese große Künstlerin hier gelebt und gearbeitet hat“, sagte Platzeck. Ihre Lyrik werde auch über ihren Tod hinaus eine treue Leserschaft haben. (dapd/dpa)

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