Berlin : Ausstellung im Container, Gespräche im Kulturpalast

Lothar Heinke

Die Marketing-Organisation "Partner für Berlin" verstärkt ihre Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa: "Wir sind aus einer Stadt der Unmöglichkeiten zu einer Stadt der Möglichkeiten geworden", sagte gestern "Partner für Berlin"-Geschäftsführer Volker Hassemer. "Neue Ideen und Initiativen - zum Beispiel bei der Kooperation klein- und mittelständischer Unternehmen - müssen stärker genutzt werden". Dafür wird nun in Moskau und Warschau geworben.

In der russischen Hauptstadt macht sich "Partner" die Verzögerung des Bauprojekts des Berliner Investors Görlich in der Petrowka-Straße nahe dem Bolschoi-Theater zu Nutze und stellt dort Anfang April drei Bau-Container auf. Im Raum dieser kleinen Info-Box werden neben einem Stadtmodell aktuelle Panorama-Aufnahmen und Vergleiche des neuen Berlin mit der Stadt vor zehn Jahren gezeigt. Die Besucher können sich an zwei Terminals auch multimedial über Berlin informieren. Schirmherren der kleinen Schau sind der Beirat des Berlin-Hauses und das Moskauer Goethe-Institut; Volker Hassemer meint, dass in Berlin Erfahrungen des ehemaligen Ostens und des einstigen Westens in einer Stadt versammelt sind. Diese Ost-West-Erkenntnisse sollten der Partnerstadt vermittelt werden.

Wesentlich umfangreicher und hochrangiger besetzt sind die ersten "Berlin-Tage" vom 9. bis 14. Mai in Warschau. Sie finden im großen Kulturpalast und an anderen Orten statt. Die wichtigsten Programmpunkte sind ein Gesprächsforum des Regierenden Bürgermeisters mit jungen Warschauern, eine wissenschaftliche Tagung zum Thema "Chancen des Individuums in der Epoche der Globalisierung - Herausforderung für die deutsch-polnische Nachbarschaft", Workshops zum Management in belasteten Stadtquartieren oder zur Müllentsorgung. Senator Strieder eröffnet eine Ausstellung "Das neue Berlin", Wolfgang Branoner den Workshop "Go West, go Berlin" mit Chancen für junge Polen, es gibt eine Kunstausstellung und Berlin-Filme, u.a. "Der Himmel über Berlin", "Das Leben ist eine Baustelle" und "Sonnenallee". Schließlich eröffnen der Stadtpräsident von Warschau und Eberhard Diepgen einen Fahrradweg, der die Verbindung zwischen Berlin und Warschau symbolisieren soll, da er durch die Zusammenarbeit von Fachleuten beider Städte entstand. Und: Die Veranstaltungsreihe "Berlin grüßt ..." wird im Herbst in Prag, Budapest und Kiew fortgesetzt. Neu in Berlin ist schließlich ein "Salon", zu dem sich alle Vierteljahre im geräumigen Wohnzimmer von Eberhard Diepgens Osteuropa-Koordinator Wolfram O. Martinsen, Berliner Wirtschaftskapitäne und die 13 Botschafter osteuropäischer Länder treffen.

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