Berlin : Ausstellung in Lichtenberg zeigte die neuesten Modelle

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Viele schöne neue Fahrzeuge für den Nahverkehr hatte die Bahn AG gestern im Bahnhof Lichtenberg ausgestellt, die bis zum Jahr 2004 die alten Wagen ablösen sollen. Der Haken dabei: Die meisten neuen Bahnen können wegen technischer Pannen noch nicht eingesetzt werden, und Berlin-Brandenburg erhält nur eine geringe Zahl der gestern präsentierten neuen Modelle. Sie werden zum ersten Mal videoüberwacht, wie es auch die BVG derzeit erprobt. Bundesweit will die Bahn AG in den nächsten vier Jahren 9,1 Milliarden Mark für neue Züge im Nahverkehr ausgeben.

In Berlin-Brandenburg hat sich die Bahn für einen ungewöhnlichen Zug entschieden, bei dem der Antrieb in einem separaten Mittelteil zwischen den Fahrgasträumen angeordnet ist. Dabei können die Fahrgäste den "Power-Pack" durchqueren, aufhalten sollen sie sich dort jedoch nicht. 30 Fahrzeuge dieses Typs, vom Herstellerkonsortium Bombardier DWA/Adtranz als "GTW 2/6" und von der Bahn als Baureihe "VT 646" bezeichnet, hat die Bahn für Berlin und Brandenburg zum Stückpreis von 3,1 Millionen Mark bestellt. 14 weitere sind für die Usedomer Bäderbahn (UBB) bestimmt. Die meisten haben die Produktionshallen längst verlassen, aber nur ein Fahrzeug ist bisher auch vom Eisenbahn-Bundesamt zugelassen worden. Die Bahn selbst will nach Angaben von Regionalbahn-Chef Hans Leister vor dem für Ende Mai geplanten Regeleinsatz noch drei Fahrzeuge jeweils 10 000 Kilometer probefahren lassen, wobei es zu keiner Störung kommen dürfe. Die meisten der zuletzt neu entwickelten Züge hatten nämlich erhebliche technische Probleme.

An der Finanzierung in Berlin und Brandenburg beteiligt sich auch die Landesregierung in Potsdam. Zu ihren Bedingungen gehörte, dass die Züge Videokameras erhalten, die dem Triebwagenführer Bilder aus dem Fahrgastraum übermitteln. Zugbegleiter soll es nicht mehr in allen Zügen geben. Die Bilder würden nicht gespeichert, sagte Bahnsprecherin Marlene Schwarz.

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