Ausstellung : Koons in Berlin

Es wird schrill und bunt in Berlin: Jeff Koons, der zu den populärsten Künstlern der Gegenwart zählt, zeigt im Zuge der Reihe "Kult des Künstlers" seine "Celebration"-Serie in der Neuen Nationalgalerie.

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Aufbauarbeiten: Einige Skulpturen stehen bereits. -Foto: ddp

BerlinDie Aufbauarbeiten für die Ausstellung "Jeff Koons. Celebration" des Künstlers Jeff Koons in der Neuen Nationalgalerie sind im vollen Gange. Koons zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart und räumt bei Versteigerungen in den internationalen Auktionshäusern regelmäßig Millionenbeträge ab. Eine seiner Ballon-Skulpturen brachte in London bei Christie's in diesem Jahr den Rekordpreis von umgerechnet 16,3 Millionen Euro.

Seine große Popularität verdankt er sicherlich auch seinem hohem Maß an Selbstdarstellung. Die Inszenierung seiner selbst im Bild und durch Bilder ist immer wieder ein elementarer Bestandteil seines künstlerischen Schaffens gewesen, beschreiben ihn die Staatlichen Museen zu Berlin in ihrer Ankündigung. Kein Wunder also, dass seine Skulpturen in der zehnteiligen Ausstellungsreihe "Kult des Künstlers" in verschiedenen Berliner Museen nicht fehlen.

Kinderspielzeug in Übergröße

Koons Arbeiten zeichnen sich durch ihre schrille, laute und bunte Art aus. Der Künstler balanciert dabei zwischen Verspieltem und Kitsch und kunsthistorischen Traditionen: So bezieht er sich auf zwei der bedeutendsten Künstler der Moderne - Marcel Duchamp und Andy Warhol - ebenso wie auf die Formensprache und Bildtheorie des Barock und Rokoko.

Die Künstlerinstallation von Jeff Koons in der Oberen Halle der Neuen Nationalgalerie soll ein spektakulärer Auftritt dieses bedeutenden zeitgenössischen Künstlers werden. Koons inszeniert in der Ausstellung die hochglänzenden Großskulpturen seiner berühmten "Celebration"-Serie, an der er seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet. Diese erinnern unter anderem an enorm vergrößertes Kinderspielzeug oder Geschenkartikel. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, den 31. Oktober und steht Besuchern bis zum 08. Februar 2009 offen. (imo)

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