Auszeichnung : Kurt Krömer erhält Deutschen Kleinkunstpreis

Die Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises 2007 stehen fest. Unter den Preisträgern ist auch der Berliner Komiker Kurt Krömer. Die Jury würdigte ihn als "improvisiertes Naturereignis".

Mainz - Die große Kunst von Krömers Komik bestehe darin, dass er sich hartnäckig einer analytischen Betrachtung entziehe. Kurt Krömer alias Alexander Bojcan sei ein "improvisiertes Naturereignis", bei dem man nie wisse, wo der Wahnsinn anfängt und die Authentizität aufhört.

In der Sparte Kabarett geht die Auszeichnung an Andreas Rebers, wie die Jury im Mainzer Unterhaus mitteilte. Der enorm wandlungsfähige Künstler nutze sein Akkordeon nicht nur als musikalisches Handwerkszeug, sondern mache es "zum Instrument der Satire selbst", hieß es in der Begründung der Jury. Das Ziel seiner stark entwickelten Angriffslust seien "Herr und Frau Jedermann", deren Weltbild er zum Tanzen bringe. Die Preisverleihung findet am 25. Februar 2007 im Mainzer Theater "unterhaus" statt.

In der Sparte Chanson geht der Preis an das Duo Christiane Weber und Timm Beckmann mit ihrer "melancholischen Beziehungsshow". Der Pianist und die Sängerin zeichnen sich nach Überzeugung der Jury durch außergewöhnliche Textideen und brillanten Kompositionen aus.

Für ihren "gradlinigen Blick auf schräge Alltagsbegebenheiten" erhält schließlich die musikalische Satirikerin Martina Schwarzmann den Förderpreis der Stadt Mainz.

Der 1972 ins Leben gerufene Deutsche Kleinkunstpreis ist mit 20.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung ihrer Art in Deutschland. Er gilt als der "Oscar" der Zunft. (tso/ddp)

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