AUSZÜGE : Die Thesen aus ihrem Buch

ALLGEMEINES

Im Buch beklagt Ursula Sarrazin eine „leistungsabgewandte Grundhaltung aller Beteiligten, und zwar der Eltern und der Lehrer gleichermaßen und infolgedessen auch der Schüler“.

Sie schreibt: „Schnell ist man mit Begriffen wie Überforderung und Leistungsdruck zur Hand. Sie mussten auch herhalten, wenn mangelnder Fleiß zu geringen Leistungen führte.“

Sie sagt, dass in Berlin ein Großteil der Schüler zu Beginn des dritten Schuljahres das Grundhandwerk des Lesens und Schreibens, so wie es vorgesehen ist, nicht beherrsche.

NOTEN

Noten seien, sagt Sarrazin, ein „fragwürdiger Bestandteil unserer Schulen“, sie können „ein höheres Leistungsniveau verhindern“, sie seien „nicht objektiv“.

Sie kritisiert, dass das „Arbeitsniveau einer Klasse weitgehend an die Bewertungskriterien der Klassenarbeit gebunden ist“.

„Theoretisch gibt es auch heute schon das Instrument der differenzierten Klassenarbeiten, aber noch niemand konnte mir bisher sagen, wie differenzierte Arbeiten mit undifferenzierten Noten... angemessen beurteilt werden sollen.“

ELTERN

Die Autorin beklagt sich über die Einmischung von Eltern, spricht von „Erpressung“, beschreibt unter anderem einen Fall eines überehrgeizigen Vaters, der unbedingt sein Kind einschulen ließ, obwohl es nicht einmal fünf war.

Ursula Sarrazin würde gerne das Elternrecht an Mitsprache beschnitten sehen. „Mir ist kein Arbeitsbereich bekannt, wo durch ein Ehrenamt so viel Mitbestimmung gewährt wird, dass der Einfluss der Fachkräfte... geschwächt werden kann.“ Eltern regieren zu häufig in die Schule hinein, „ohne eine fundierte sachlich-fachliche Grundlage“. ale

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