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Autobahn gesperrt : Evakuierung wegen Bombenentschärfung nahe der A 115 begonnen

Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden haben am Mittwochmorgen etwa 175 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Die Autobahn 115 soll ab 11.30 Uhr für etwa zwei Stunden vollständig gesperrt werden.

In Kleinmachnow sind 150 Anwohner betroffen, in Stahnsdorf etwa 5 und in der zum Berliner Ortsteil Wannsee gehörenden Siedlung Albrechts Teerofen rund 20, wie ein Sprecher der Gemeinde Stahnsdorf sagte. Die Evakuierung, die um 8.00 Uhr begann, sei zunächst problemlos verlaufen. Bis zum Mittag sollte sie abgeschlossen sein.

Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird die Autobahn 115 zwischen Potsdam-Babelsberg und dem Kreuz Zehlendorf am Mittwochmittag voraussichtlich voll gesperrt. Die Evakuierung eines nahe gelegenen Campingplatzes sowie von Teilen Kleinmachnows beginne um 8.00 Uhr, wie die zuständige Gemeinde Stahnsdorf am Dienstag mitteilte. Straßensperren wird es laut Polizei auch in Teilen des Gewerbegebiets Europark und des Ortsteiles Dreilinden geben.
Erst wenn alle Menschen den 900-Meter-Sperrkreis verlassen haben, werde die stark frequentierte Autobahn gesperrt, sagte ein Mitarbeiter der Gemeinde Stahnsdorf. Der Polizei zufolge wird die A 115 damit ab 11.30 Uhr nicht mehr befahrbar sein.
Die Behörden bitten darum, die Autobahn rechtzeitig und weiträumig zu umfahren. Über den Verkehrsfunk sollen die Bürger über den aktuellen Stand bei der Vollsperrung informiert werden. Die Entschärfung wird nach Angaben der Gemeinde voraussichtlich zwei Stunden dauern. Spaziergänger, Jogger und Radfahrer auf dem Weg von Stahnsdorf nach Potsdam Babelsberg werden gebeten, am Mittwoch einen anderen Weg zu wählen. Auch der Südwestkirchhof und der Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf liegen im Sperrkreis. Auf dem Südwestkirchhof soll nach Angaben der Friedhofsverwaltung aber der Zugang bis zur Friedhofskapelle ermöglicht werden, so dass dort auch während der Sperrung Trauerfeiern stattfinden können.
Auch der Schiffsverkehr wird am Mittwoch eingeschränkt: Die Schleuse Kleinmachnow stellt ab 11.30 Uhr den Betrieb ein. Bereits ab 11.00 Uhr soll der Teltowkanal zwischen der Schleuse und der Nahthanbrücke gesperrt werden. Die 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe wurde am Montag bei Grabungsarbeiten zwischen der Autobahn und dem Teltowkanal gefunden. (dapd)

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