AUTOBAHNEN : Und im Osten wird eine neue Trasse durch die Stadt gezogen

GESTERN

Die Trasse zwischen dem Kreuz Wilmersdorf und Breitenbachplatz ist eine Ex-Autobahn: zwischen 1974 und 1980 gebaut, ist die frühere A 104 jetzt nur noch ein Zubringer zur Stadtautobahn A 100. Die war ursprünglich als kompletter Ring geplant und wurde im Wesentlichen nach 1960 gebaut. Die einst geplante Verbindung mit der A 103 (Steglitz – Kreuz Schöneberg) ist längst kein Thema mehr. Stattdessen sind beide Trassen durch die Schildhornstraße verbunden. Die gehört zu den Feinstaub-Brennpunkten Berlins, so dass möglichst nicht noch mehr Verkehr in sie gezogen werden soll.

HEUTE

Die A 100 am Dreieck Funkturm ist laut Verkehrsmengenzählung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) mit täglich 186 000 Fahrzeugen (Stand 2010) Deutschlands meistbefahrenes Autobahnstück. Auf dem Steglitz-Zubringer A 103 sind es 60 000 Fahrzeuge pro Tag, die frühere A 104 ist nicht erfasst.

MORGEN

Die umstrittene Verlängerung der A 100 von Neukölln zum Treptower Park soll beginnen, wenn die Klagen dagegen vor dem Bundesverwaltungsgericht scheitern. Das Urteil wird noch in diesem Jahr erwartet. Die Kosten – laut aktuellster Schätzung mindestens 475 Millionen Euro – trägt größtenteils der Bund. Er finanziert auch die Instandhaltung des Autobahnnetzes, sowohl inner- als auch außerorts. Zurzeit passieren laut BASt täglich 100 000 Fahrzeuge den Britzer Tunnel der A 100. Zwischen dem Dreieck Neukölln und dem heutigen Ende der Autobahn an der Grenzallee sind es 28 000 Fahrzeuge. obs

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