Berlin : Autonome Kraftprobe um den Mauerpark

Linke demonstrieren gegen Polizeipräsenz und rufen zu Gewalt auf

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Seit Wochen geht die Polizei im Mauerpark verstärkt gegen Drogendealer und Personen vor, die illegale Lagefeuer entzünden. Nun wollen Autonome und Punkgruppen gegen die Polizeieinsätze demonstrieren. Sie beklagen willkürliche Festnahmen und rassistische Übergriffe. Die Demonstration soll heute um 17 Uhr am UBahnhof Senefelderplatz in Prenzlauer Berg beginnen. Ziel ist der Mauerpark an der Ecke Eberswalder und Schwedter Straße in Prenzlauer Berg.

Aufgerufen wird von mehreren autonomen Gruppen, die keinen Hehl daraus machen, wie sie sich den Verlauf des Abends vorstellen: Mit der Formulierung „bis zur Walpurgisnacht ist noch lange hin“ wird im Internet unverhohlen zu Krawall aufgerufen. In der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai kommt es im Mauerpark alljährlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und linken Gruppen.

Der zuständige Abschnittsleiter Lutz Henning sagte, die Polizei sei „gut vorbereitet“. Der Polizeioberrat, der erst seit kurzer Zeit in Prenzlauer Berg tätig ist, hatte ein rigoroses Vorgehen im Mauerpark angekündigt. Henning beschreibt das berüchtigte „Mauerpark-Ritual“ so: „Saufen, kiffen, Feuer machen, auf die Polizei warten und die dann angreifen.“ Am 4. August wurde der Park zu einem so genannten kriminalitätsbelasteten Ort erklärt, seitdem wird dort massiv Präsenz gezeigt. Henning wird im Internet von linken Gruppen namentlich als Scharfmacher kritisiert. Ha

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