Berlin : Autos in Brand: Staatsschutz ermittelt

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Zum wiederholten Mal ist in der Nacht zu Sonntag in Friedrichshain ein Auto in Brand gesetzt worden. Unbekannte hatten den auf einem Parkplatz in der Corinthstraße abgestellten Mazda MX5 angezündet. Der Sportwagen brannte aus. Aufgrund der Hitze schmolzen auch die Plastikteile eines daneben geparkten Autos. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Ob ein Zusammenhang zu der Brandserie besteht, bei der in der letzten Zeit in Friedrichshain acht Autos angezündet wurden, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen: „Der Staatsschutz prüft das am Montag.“

Seit Anfang Juni stehen in Friedrichshain regelmäßig Autos in Flammen. Mitte der vergangenen Woche brannte ein zehn Tage alter Mercedes CLK in der Simplonstraße aus. Einen Tag später wurde in der Nacht ein Mercedes der AKlasse angesteckt, und nur 20 Minuten später in der Gärtnerstraße ein Audi A3. Dieser Wagen soll vom Musiksender MTV gemietet gewesen sein. Durch die Flammen wurden ein VW-Kombi und ein Motorrad beschädigt. Auch hier ermittelt der Staatsschutz, weil „ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann“, wie es bei der Polizei hieß. Für die Friedrichshainer Brandserie gelte dennoch: „Es ist noch nicht klar, ob es sich um ein und dieselben Täter handelt und ob alle Taten politisch motiviert sind“, sagte die Polizeisprecherin am Sonntag. Der Brand des Opel Corsa, der am Freitag früh auf dem Columbiadamm in Kreuzberg in Flammen aufging, steht nach Erkenntnissen der Polizei nicht im Zusammenhang mit den anderen Brandstiftungen.

Ende der achtziger Jahre hatte eine Gruppe unter dem Motto „Klasse gegen Klasse“ in Kreuzberg Autos angezündet, um angeblich Besserverdienende aus dem Kiez zu vertreiben. tabu

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