Berlin : B wie Benneter

Ulrich Zawatka-Gerlach

schaut in die Zukunft des neuen Juso-Bundeschefs Schau einer an, ein Björn Böhning ist also Bundesvorsitzender der Jungsozialisten geworden. Böhning mit B, wie Klaus Uwe Benneter. Der war auch einmal Juso-Chef und ihn kannte keiner. Doch was ist aus ihm geworden? Ein Kanzlerfreund und SPD-Generalsekretär. Vielleicht sollte sich der junge Böhning den Benneter zum Vorbild nehmen. 1999 kam er aus Lübeck nach Berlin, was in der Landes-SPD über Jahre nicht auffiel. Benneter zog 1966 als Mr. Nobody aus Karlsruhe zu und seine Karriere kam erst in Schwung, als die Partei ihn rauswarf. Wegen kommunistischer Umtriebe oder so ähnlich. Ein gewisser Schröder hat Benneter damals geholfen, in den Schoß der Partei zurückzukehren. Aber wird es jemals wieder einen sozialdemokratischen Kanzler geben, der verlorene Söhne zurückholt? Vielleicht sollte Böhning die eigene Zukunft besser selbst in die Hand nehmen. Immerhin ist er schleswig-holsteinischer Handball-Jugendmeister. Es ist ja so wichtig in der Politik, dass man sich die Bälle geschickt zuspielen kann. Benneter kann nur Fußball, das wissen wir genau.

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