Berlin : Bach-Akademie: Mozart, frisch zubereitet

tabu

Nein, die jungen Mitglieder des Chors der Berliner Bach-Akademie haben sich der Pflege der klassischen Musik nicht aus Traditionsgründen verschrieben, so wie man aus Gesundheitsgründen Spinat essen soll, sondern: "Hier wird der Spinat knackig und professionell zubereitet." Das verspricht zumindest Hedwig Breuer, Organisatorin und Ehefrau des künstlerischen Leiters der Akademie, Heribert Breuer.

Vor genau zehn Jahren gründete Breuer, der Chorleitung an der HdK unterrichtet, diesen "Projektchor", der aus 40 "besonders guten Sängern besteht, die sonst anderweitig singen." Den Chor der Berliner Bach-Akademie zeichne somit ein besonders hohes Niveau aus. Bereits vor der ersten Probe wird vorausgesetzt, - was ansonsten unüblich ist - dass der Notentext bei jedem einzelnen Ensemble-Mitglied "schon sitzt". Zudem müssen alle Anwärter persönlich bei Dirigent Breuer vorsingen, zum jeweils nächsten Projekt wird man persönlich eingeladen, oder auch nicht. "Somit bleibt Bewegung in der Sache, jeder wird immer wieder neu herausgefordert, auch der Dirigent", sagt Hedwig Breuer. Begleitet wird der Chor vom Orchester der Berliner Bach-Akademie - professionelle Musiker, die im Gegensatz zu den Sängern, welche ehrenamtlich für die Akademie singen, bezahlt werden.

Am heutigen Sonnabend um 20 Uhr lädt das Ensemble in den Kammermusiksaal der Philharmonie zum Konzert. Die Akademie spielt nicht nur die Werke ihres Namenspatrons, sondern auch von Wolfgang Amadeus Mozart. Beim zweiten Projektkonzert in diesem Jahr wird dessen Krönungsmesse dargeboten - Davide penitente. Karten gibt es an der Abendkasse, sie kosten zwischen 20 und 40 Mark.

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