• Bäder erwägen höhere Preise: Konsequenz der drohenden Zuschusskürzung um 7,5 Millionen

Berlin : Bäder erwägen höhere Preise: Konsequenz der drohenden Zuschusskürzung um 7,5 Millionen

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Die Berliner-Bäder-Betriebe (BBB) erwägen eine Erhöhung der Eintrittspreise, um die für 2001 absehbaren Zuschusskürzungen in Höhe von 7,5 Millionen Mark auszugleichen. Diesen sowie alternative Vorschläge zur "Wahrung der Wirtschaftlichkeit" wolle der Vorstand kommende Woche dem Aufsichtsrat unterbreiten, bestätigte gestern BBB-Sprecher Manfred Radermacher, der sich dabei vehement gegen die Schließung von Bädern aussprach. Im übrigen hoffe man noch immer, dass es nicht bei den Kürzungen um 7,5 Millionen Mark bleibe.

Die Senatssportverwaltung bezeichnete Preiserhöhungen als "letztes Mittel" und "noch lange nicht beschlossene Sache". Es sei Aufgabe des Vorstands, nach "anderen Möglichkeiten" zu suchen. Als Beispiel nannte Thomas John, Sprecher von Sportsenator Klaus Böger (SPD), "strukturelle Veränderungen", was er aber nicht konkretisierte.

Radermacher wollte Spekulationen über eine angeblich geplante zehnprozentige Erhöhung der Schwimmbad-Eintrittspreise von 6 Mark auf 6,60 Mark nicht bestätigen. Schließlich sei es ebenso denkbar, die Entgelte für Saunabesuch, Aquafitness, Tauchen oder Schwimmkurse zu erhöhen. Klar sei nur, dass man bis 2004 keine Entlassungen vornehmen dürfe und keine Bäder schließen wolle. Finanzsenator Peter Kurth (CDU) müsse bei der Aufsichtsratssitzung "Farbe bekennen", ob er wirklich an den drastischen Mittelkürzungen festhalten wolle.

Von den Bündnisgrünen kam gestern eine klares "Nein" zu Preiserhöhungen. Andernfalls könnten sich Familien den Bäderbesuch nicht mehr leisten, warnte Fraktionssprecher Matthias Tang.

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