Berlin : Bäder sind doch noch flüssig

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Trotz knapper Mittel stellen die Bäderbetriebe in diesem Jahr zehn Millionen Euro für die Sanierung und Instandhaltung der Schwimmhallen bereit. So wird für 550 000 Euro die Fassade der Schwimmhalle im Märkischen Viertel erneuert, im Sommerbad am Insulaner soll für 240 000 Euro das Becken renoviert werden. Das hat der Aufsichtsrat der Bäder-Betriebe (BBB), der am Dienstag den Wirtschaftsplan für das laufende Jahr verabschiedete, beschlossen. Ganz oben auf der Investitionsliste stehen auch das Paracelsus-Bad und das Sommerbad Poststadion. Dort sollten die Beckenfliesen ausgetauscht werden. Welche Schäden die Havarie in der vergangenen Woche verursacht hat, werde noch geprüft, so BBB-Vorstand Klaus Lipinsky. Er hoffe, dass das Bad bis zu den Sommerferien wieder geöffnet werden könne.

Dennoch ließ der Wirtschaftsplan Fragen offen. So sei unklar, wie die Abfindungen für die Mitarbeiter bezahlt werden sollen, die die Bäderbetriebe verlassen, hieß es aus Aufsichtsratskreisen. Offen ist auch, wie die geschlossenen Schwimmhallen unterhalten werden sollen. Das koste rund 50 000 Euro pro Halle und Jahr. Zwar sollen die Hallen in den Liegenschaftsfonds übertragen werden; wann das aber geschieht, ist ungewiss.

Auch das Konsolidierungskonzept wurde nicht, wie geplant, beschlossen. Noch sei unklar, welche Kosten bei der Übertragung der Grundstücke anfallen. Dennoch betonte der Sportsenator und BBB-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Böger (SPD), dass er die Trennung von Betrieb und Infrastruktur für den richtigen Weg zur Konsolidierung halte. Diese Trennung solle die Suche nach privaten Investoren erleichtern, sagte sein Sprecher Thomas John. Denn auf die sei Berlin angewiesen, wolle die Stadt weiter eine attraktive Bäderlandschaft bieten. Noch vor der Sommerpause wolle der Aufsichtsrat das Konzept verabschieden. akl

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