Bäderbetriebe planen Frühbucherrabatt : Billigtickets für die Sommersaison

Um das Schlechtwetterrisiko zu mindern, will Bäderchef Hensing einen Frühbucherrabatt einführen. Das soll mehr Geld in die klammen Kassen spülen. Seinen Rückzug aus dem Berufsleben bezeichnete er als "vorübergehend"

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Wasserspaß. Das neue Bäderkonzept soll das Bedürfnis vieler Berliner nach Spaß- und Freizeitbädern bedienen.
Wasserspaß. Das neue Bäderkonzept soll das Bedürfnis vieler Berliner nach Spaß- und Freizeitbädern bedienen.Foto: Fotolia

Die Bäderbetriebe planen eine Billigpreisoffensive für die Sommersaison. Der Eintritt in die Sommerbäder solle statt regulär 5,50 Euro nur 2,50 kosten, wenn die Tickets im Voraus gekauft werden. Das teilte Bäderchef Ole Bested Hensing im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses mit. "Ich glaube, das wird ein Renner der Saison", sagte Hensing. Wie viel Zeit zwischen Ticketkauf und tatsächlichem Badbesuch liegen soll, sagte er nicht.

Offenbar wollen die Bäderbetriebe einen Teil des Schlechtwetterrisikos auf die Nutzer abwälzen. Im vergangenen Jahr verhagelte das schlechte Wetter die Einnahmebilanz. Betriebs- und Personalkosten fallen wetterunabhängig an, weil die Bäder bei Regen nicht einfach geschlossen werden können. Am 23. März will Hensing sein Billigpreiskonzept vorstellen.

Die Abgeordneten dankten Hensing für die geleistete Arbeit in den zwei Jahren als Bäderchef. Im Juni will der 50-Jährige seinen Vorstandsposten aus persönlichen Gründen aufgeben. Im Ausschuss sprach Hensing von einem "vorübergehenden" Ausstieg aus dem Berufsleben. In "anderthalb bis drei Jahren" würde er gerne wieder einen Posten in Berlin antreten, wenn sich die privaten Probleme bis dahin geklärt haben. Er werde aber nicht als Bäderchef zurückkehren, sagte er dem Tagesspiegel im Anschluss der Sitzung.

Sportsenator Frank Henkel (CDU) bestätigte, dass der Senat zwei neue Multifunktionsbäder in Pankow und Mariendorf (Ankogelweg) für rund 60 Millionen Euro bauen wolle. Die Bäder könnten aber frühestens in fünf Jahren stehen, wegen eines langen Planungsvorlaufs von rund zweieinhalb Jahren. Er sei "superfroh, dass wir das Bad in Pankow realisiert bekommen, denn da brauchen wir es wirklich", sagte Hensing. Die Sanierung des lange geschlossenen Thomas-Mann-Bades in Prenzlauer Berg habe inzwischen begonnen, das Bad werde 2017 wieder zur Verfügung stehen. Zum Bauprojekt in Mariendorf äußerte er sich nicht.

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