Berlin : Bäderchef ist trotz des kühlen Wetters zufrieden

Klaus Lipinsky: Saisonkarte ist ein Erfolg. Sommerbad Olympiastadion wegen Rohrbruchs vorübergehend geschlossen

Matthias Oloew

Ist der Mai kühl und nass, füllt er dem Bauern Scheun’ und Fass. Was für die Landwirtschaft ein Segen sein mag, klingt für die Bäder-Betriebe nach einem schlechten Geschäft in den Frei- und Sommerbädern. Trotzdem ist Bäder-Chef Klaus Lipinsky guter Dinge: „Die Saison ist bis jetzt sehr ruhig“, erklärt er, „aber ich glaube, das wird sich schon bald ändern.“ Was seine Gelassenheit erklärt, ist weniger der Wetterbericht als die Tatsache, dass die Bäder-Betriebe trotzdem gute Umsätze machen. Das liegt vor allem an der wieder eingeführten Saisonkarte im Kreuzberger Prinzenbad. „Ein Riesenerfolg“, sagt Lipinsky dem Tagesspiegel, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Er überlegt schon jetzt, in der Saison 2005 solche Karten für alle Bäder einzuführen, eventuell auch eine Karte, die dann für alle Frei- und Sommerbäder gleichzeitig gilt.

Inzwischen sind alle Freibäder geöffnet. Eins musste jedoch am Mittwoch vorübergehend wieder schließen. Durch einen Wasserrohrbruch ist im Sommerbad Olympiastadion die Fläche neben dem Sportbecken unterspült worden. „Das Rohr muss jetzt ersetzt und das abgesackte Pflaster wieder aufgefüllt und erneuert werden“, sagt Lipinsky. Deshalb ist das Sommerbad voraussichtlich bis zum 29. Mai geschlossen. Die Bäder-Betriebe bitten um Verständnis und haben kurzerhand die bereits geschlossene Halle des Stadtbades Charlottenburg an der Krummen Straße wieder geöffnet. Am heutigen Freitag kann in der so genannten „neuen Halle“ von 6.30 Uhr bis 15 Uhr, am Sonnabend von 6.30 Uhr bis 13 Uhr und Sonntag von 6.30 Uhr bis 16 Uhr geschwommen werden.

Zur Diskussion um die anstehende Sanierung der Schwimmhalle im Sportforum Hohenschönhausen sagt Lipinsky: „Die Sanierung macht in jedem Fall Sinn, schließlich kommt der Bund zu 70 Prozent für die Kosten auf.“ Unter den Oppositionsfraktionen im Abgeordnetenhaus hatte es unterdessen Kritik gegeben. Die Sanierung sei unnötig, weil es in der nahe gelegenen Schwimmhalle im Europa-Sportpark an der Landsberger Allee noch Kapazitäten gebe. Dazu Lipinsky: „Die Halle ist vor allem mittags nicht vollständig genutzt. Das sind aber Zeiten, die die Vereine, die in Hohenschönhausen trainieren, auch nicht haben wollen.“ Der Umbau in Hohenschönhausen soll im Herbst beginnen.

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