Berlin : Bärige Gebote

Der Kreis am Brandenburger Tor wird aufgelöst – jetzt können Berliner mitsteigern

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Je länger die BuddyBären auf dem Gelände der künftigen US-Botschaft stehen, desto begehrenswerter scheinen sie zu sein. Am vergangenen Wochenende war der Andrang im Kreis der bunten Berliner Wappentiere, die von Künstlern aus 125 Ländern bemalt sind, so groß, dass die Haupt„personen“ zwischen den Menschenmassen zu verschwinden drohten. Auf jeden Bär kamen etwa zehn Betrachter – ein Verhältnis, das die Initiatoren Eva und Klaus Herlitz mit Begeisterung zur Kenntnis nehmen.

Ihre Idee wurde zur unzählige Male fotografierten touristischen Sommerattraktion mit über einer Million Besuchern. Leser melden sich zu Wort und bitten, dafür zu sorgen, dass uns die Bären erhalten bleiben, „und wenn der Platz für den Botschaftsbau benötigt wird, sollte die Attraktion zum Platz der Vereinten Nationen oder aufs Bürgerforum zwischen Reichstag und Kanzleramt umziehen“, lautet ein Vorschlag.

Dem können die Bären-Väter nicht folgen. Am 5. November wird der Kreis der United Buddy Bears aufgelöst. Zahlreiche Bären fliegen in ihre Heimatländer, andere bleiben in Berlin und zieren Residenzen und Botschaften. Und über 40 werden am 5. November, ab 19 Uhr, während einer Bären-Abschiedsnacht für Unicef versteigert. Ort: Museum für Kommunikation in der Leipziger Straße, früher Postmuseum. In den letzten Wochen wechselten bereits mehrere Buddys ihre Besitzer. Das brachte über 40 000 € für karitative Zwecke, u.a. für den Cabuwazi-Kinderzirkus, Sterntaler e.V., den Kinderklub im Freizeithaus am Mauerpark, das Kinderzentrum Ottokar oder für einen durch die Flut geschädigten Kindergarten in Nossen bei Dresden.

Das Mindestgebot pro Bär beträgt 1000 €. Es ist bereits jetzt möglich, vorab Gebote über Rechtsanwalt Severin, 10623 Berlin, Uhlandstraße 20-25 abzugeben, Fax Nr. 72 62 77 77. Alle, die bereits vorab bieten, werden zur Abschlussveranstaltung mit zahlreichen Botschaftern und Berliner Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur und mit der Unicef-Botschafterin Sabine Christiansen eingeladen. (Weitere Informationen: Internet www.united-buddy-bears.com .) Lo.

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