Bahnhof Ostkreuz : Anwalt prüft Klage gegen den Umbau

Kaum liegt die lange erwartete Genehmigung für den Umbau des Bahnhofs Ostkreuz vor, kündigt sich schon das erste Gerichtsverfahren an.

Berlin - "Wir prüfen eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss", sagte der Rechtsanwalt Karsten Sommer der "Berliner Zeitung". Er vertritt Eigentümer von Grundstücken am Ostkreuz. Sie fürchten, dass das für neun Jahre angesetzte Bauprojekt ihre Immobilien "massiv gefährdet" - vor allem durch Erschütterungen und Eingriffe ins Grundwasser, betonte Sommer. Beides könnte Setzungsschäden an den Gebäuden verursachen.

Kritisch sieht der Anwalt auch das Vorhaben, bei dem Umbau Teile des dort ebenfalls geplanten Autobahntunnels anzulegen. Für die A 100 aus Richtung Neukölln zur Frankfurter Allee, deren Bautermin noch ungewiss ist, sollen die Tunneldecke sowie Wände betoniert werden. "Das Projekt Ostkreuz hat viele Facetten, die wir im Interesse unserer Mandanten sorgfältig untersuchen", sagte der Fachanwalt für Verwaltungsrecht.

Die Deutsche Bahn hat in Ostkreuz bereits mit bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Vor kurzem wurden die Stahlbrücken der Ostkreuz-Nordkurve zerlegt. Die Umbauten am Ostkreuz sollen 411 Millionen Euro kosten. (tso/ddp)

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