• Bahnhof Papestraße: Der Bezirk plant weiter - Sparversion für neue Station angeblich keine Bedrohung für Viertel auf der Schöneberger Linse

Berlin : Bahnhof Papestraße: Der Bezirk plant weiter - Sparversion für neue Station angeblich keine Bedrohung für Viertel auf der Schöneberger Linse

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Meldungen über Abstriche oder sogar über einen Verzicht der Bahn auf den Bahnhof Papestraße am Sachsendamm veranlassen den Bezirk zurzeit nicht, Pläne für das dem Bahnhof vorgelagerte Wohn- und Geschäftsviertel "Schöneberger Linse" zu ändern. Das Bauareal liege so verkehrsgünstig, dass sich das Konzept auch bei einer abgespeckten Variante des Bahnhofs lohnen würde, sagte Wirtschaftsstadtrat Otto Edel (SPD) in der Bezirksverordnetenversammlung auf Anfrage der CDU.

Der Ausbau des Bahnhofs Papestraße an der Kreuzung der Ringbahn mit einer Nord-Süd-Fernbahnlinie für etwa 650 Millionen Mark ist Teil des so genannten Pilzkonzeptes der Bahn. Der Fernbahnhof soll den Lehrter Bahnhof entlasten und ist vor allem als Park-and-Ride-Station geplant. Nachdem klar wurde, dass der Bau des Lehrter Bahnhofs und des Nord-Süd-Tunnels weitaus teurer wird als veranschlagt, kündigte die Bahn an, dass alle Projekte, die noch nicht angefangen worden seien, nun "auf dem Prüfstand" stünden. Eine Entscheidung soll frühestens Mitte Juli fallen. In Betracht kommt offenbar auch, den Bahnhof in einer Sparversion ohne die geplanten Parkhäuser mit Stellflächen für 2000 Wagen zu bauen.

Nach Angaben Edels beabsichtigt die Bahn, das Vorhaben zeitlich zu strecken. Bis 2005 sollen die Fernbahngleise in Nord-Süd-Richtung gebaut, der Bahnhof aber erst später errichtet werden. Festgehalten werde auch an Straßenbauprojekten wie der neuen Naumannstraße und der verlängerten General-Pape-Straße, sagte Edel. Aus Tempelhofer Sicht sei der Ausbau der letztgenannten Straße ohnehin notwendig, um Lastwagen den Weg zur Stadtautobahn zu verkürzen.

Für die Schöneberger Linse gab es einen städtebaulichen Wettbewerb. Geplant sind etwa zehn sechs- bis zwölfgeschossige Häuserblocks entlang des Tempelhofer Wegs mit Handel-, Büros und Wohnungen.

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