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Bahnverkehr in Berlin : Am Ostkreuz geht es voran

Die S-Bahn von Erkner nach Westkreuz fährt endlich wieder durch. Und im Bahnhof Warschauer Straße gibt es neue Wege für Fußgänger.

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Auch die Baustelle am Ostkreuz wurde größtenteils aufgehoben.
Auch die Baustelle am Ostkreuz wurde größtenteils aufgehoben.Foto: dpa

Ein paar Verspätungsminuten gab es zwar, aber ansonsten sind die S-Bahnen wie vorgesehen gefahren. Seit Betriebsbeginn am frühen Montag haben die Züge der S 3 aus Erkner wieder freie Fahrt bis Westkreuz. Nach fünfeinhalb Jahren ist das Zwangsumsteigen im Bahnhof Ostkreuz Geschichte. Getrübt wurde die Freude allerdings etwas durch ein defektes Signal am Morgen in Lichtenberg, wodurch es bei den Linien S 5, S 7 und S 75 bei der Wiederaufnahme der Fahrten Zugausfälle und Verspätungen gab. Der Abschnitt Lichtenberg–Ostkreuz war seit Ferienbeginn wegen Bauarbeiten gesperrt. Eine weitere Signalstörung am Ostbahnhof behinderte anschließend den Verkehr Richtung Alexanderplatz.

Das Ende vom Rostkreuz

Am Ostkreuz hat die Bahn mit der Wiederaufnahme der durchgehenden Fahrten der S 3 zwischen Erkner und Westkreuz eine wichtige Etappe beim 2006 begonnenen Umbau geschafft. Züge Richtung Osten und Westen halten jeweils an einem Bahnsteig. Die Orientierung wird dadurch erheblich erleichtert. Einfacher wird auch der Wechsel der Bahnsteige sowie der Zugang von der Hauptstraße aus: Die nach historischem Vorbild wiederaufgebaute Fußgängerbrücke kann jetzt als Alternative zur vollgestellten Ringbahnhalle genutzt werden. Die Verbindung zur Simplon–/Sonntagstraße lässt allerdings noch bis ins nächste Jahr auf sich warten; dort sind die Bauarbeiten an den Gleisen und für den „Vorratsbau“ der Stadtautobahn noch nicht abgeschlossen.

Neuer Bahnsteig und neuer Fußgängertunnel am Bahnhof Warschauer Straße

Auch im Bahnhof Warschauer Straße gibt es einen neuen Bahnsteig für die S-Bahn. Der Zugang ist nur durch die Baustelle für das neue Empfangsgebäude möglich. Der Weg ist durch einen hölzernen Tunnel geschützt. Die Arbeiten am Bahnhofsneubau, der mit Kosten in Höhe von rund 30 Millionen Euro veranschlagt ist, haben sich um mehrere Jahre verzögert. Eröffnen soll die Station, in die auch mehrere Geschäfte einziehen, nun voraussichtlich Anfang 2019. Die bisherige Fußgängerbrücke mit dem langen Weg zum Bahnsteig ist nun gesperrt. Sie wird teilweise abgebaut.

Eine defekte Weiche brachte am Morgen den Betrieb auch im Bahnhof Wannsee durcheinander. Richtung Potsdam mussten die Fahrgäste beim Umsteigen zwischen den Linien S 1 und S 7 deshalb den Bahnsteig wechseln. Dabei ist der Betrieb auf der S 7 seit Montag ohnehin eingeschränkt. Wegen einer veränderten Planung beim Einbau neuer Gleise und Weichen fahren die Züge voraussichtlich bis 1. September nur alle 20 Minuten zwischen Grunewald und Potsdam. Zudem verlängert sich die Fahrt um bis zu acht Minuten.

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