Berlin : Bald möglich: Sichere Reise in die Türkei

Suzan Gülfirat

GAZETELER RÜCKBLICK

Jeden Montag im Tagesspiegel: ein Rückblick auf die in Berlin erscheinenden türkischen Tageszeitungen.

„Serbische Preiserhöhung für Urlauber“, titelte die Tageszeitung Türkiye am Sonnabend in großen Buchstaben auf ihrer ersten Seite. Die türkischen Botschaften hätten sich veranlasst gefühlt, folgende Mitteilung zu veröffentlichen: „Serbien und Montenegro haben erklärt, dass sie die Gebühren für Transitvisa, die sie an den Grenzen für durchreisende Ausländer ausstellen, ab dem 1. Mai erhöht haben. Statt drei Euro kostet ein Visum jetzt 40 Euro.“

Die Reisezeit naht und für viele Türken in Berlin und anderswo stellt sich wieder die Frage, wie sie günstig, schnell und sicher in die Türkei kommen. Auch in diesem Jahr werden sich viele wieder mit dem Auto auf den Weg machen. Das ist wohl wieder möglich – mit einer kleinen Einschränkung. „Warnung an den Bulgaren wegen Reisestrecke“, titelte am Sonnabend die Milliyet auf ihrer ersten Seite. „Außenminister Abdullah Gül tritt in Aktion, um den Strapazen, die Europa-Türken Jahr für Jahr in Bulgarien erleiden, ein Ende zu setzen“, hieß es in den Unterzeilen. Die Milliyet habe Gül eine Akte mit den Erfahrungen der Türkeireisenden übergeben und dieser habe daraufhin versprochen, dass er bei seinem Bulgarien-Besuch Anfang dieser Woche das Thema zur Sprache bringen werde.

Die kürzeste Strecke für Berliner Türken führt eigentlich durch Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Doch Rückkehrer aus Rumänien erzählen von schlimmen Überfällen, weshalb viele wohl wieder das geringer Übel wählen und durch Österreich, Slowenien, Serbien und Bulgarien fahren werden. Während des Balkan-Krieges fuhren die Türken von Italien aus – je nach Geldbeutel – mit der Fähre nach Griechenland oder in die Türkei. Inzwischen gibt es aber Hoffnung, dass die Fahrten durch Bulgarien sicherer werden. Der bulgarische Innenminister, Georgi Petkanov, hat sich nämlich mit den Verantwortlichen der Grenze in Kapikule (auf der türkischen Seite) getroffen und ihnen versichert, dass er für die Transitreisenden in diesem Jahr besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen werde. „Wir haben viele Beschwerden wegen der Überfälle und korrupten Grenzpolizisten bekommen. Ab jetzt wird es diese Klagen nicht mehr geben“, wurde der bulgarische Innenminister zitiert. Im Vertrauen auf diese Nachricht hat auch die Zeitung Türkiye das Thema ins Blatt gebracht: unter der Überschrift „Ruhige Fahrt durch Bulgarien“.

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