Berlin : Ballsplitter - Neuigkeiten vom Parkett

Der Weg zum unsichtbaren Ziel führte durch ein "Stargate". Sobald der Nebel sich lichtete, stand der Gast vor den "Welten der Zukunft". Der erste Bundespresseball in Berlin am Freitag gab sich futuristisch. Obwohl es zum ersten Mal kein Motto des Abends gab, probte das Medienereignis den Schritt ins neue Millennium. Von Ort zu Ort ergab sich ein neuer Blick in die Zukunft für die rund 2500 erwarteten Gäste aus Politik, Medien und Wirtschaft.

Jeder Raum hatte sein eigenes Gesicht. Fünf Elemente bestimmten den Hauptsaal: Erde, Wasser, Feuer Luft - und natürlich der Gast als die "Vollendung" des Ensembles. Die vier klassischen Symbole wurden durch farbiges Licht in den Blumenvasen auf den Tischen inszeniert und von gleichfarbigen Blüten unterstrichen. Mittelpunkt auf jedem der Tische: eine Sonnenuhr.

In der Cocktailbar beherrschte der Raumschiff-Look das Bild. Diffuses Licht, Leuchtstäbe und glitzernd verhüllte Tische mit Techno-Konfetti entführten in eine fremde Welt. An der Wand wanden sich allerdings Medusen und erinnerten eher an den Blick aus einem U-Boot als an das Weltall - geheimnisvoller Effekt. Schließlich gab es den Eisplaneten. "Gefrorene" Tische, die "vereiste" Bühne und nicht zuletzt riesige Eisberge erinnerten irgendwie an den Untergang der Titanic, doch der sensible Ballgast konnte sich zurück in den "Raum der Gelehrten" am Eingang retten. Dort lockten warme Farben und Pyramiden.

Neben all den visuellen Reizen sollten aber auch Gehör und Gaumen nicht zu kurz kommen. Für das erste sorgten Künstler wie der Tenor Francisco Araisa und der "Partylöwe" Lou Bega. Soulliebhaber kamen bei Khade auf ihre Kosten.

Das üppige Speisenangebot des Hotels stellte sich dem Urteil anspruchsvoller Gaumen. Interconti-Chef Willy Weiland hat ein Riesenaufgebot von Köchen und Küchenmitarbeitern bereitgestellt. 80 Köche und 250 Servicekräfte liefen zur Höchstform auf um die Gäste zu verwöhnen. Verarbeitet wurden unter anderem 50 Kilogramm Gänseleber, 5000 französische Austern und 2000 Berliner Currywürste. Das neue "Flying-Buffet" ersparte den Gästen den Weg ans Buffet und versorgte sie am Platz.

Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder, so konnte man schon vorher den Plänen für die Sitzordnung entnehmen, sollten übrigens im Raum der fünf Elemente Platz nehmen. ach den Angaben des Festausrichters, der Agentur "All four design", war ihnen an Tischen des Elementes Wasser Plätze reserviert worden.

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