Berlin : Bandidos-Rocker wollen gegen Verbot klagen

Berlin - Im Fall eines Verbotes will sich auch der Rockerclub Bandidos juristisch wehren. Wie berichtet, hatten schon die Hells Angels angekündigt, bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen, sollten weitere Gruppierungen ihrer Organisation durch die Innenbehörden aufgelöst werden. Im Berliner Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU heißt es, der Senat werde ein Verbot von Rockerbruderschaften prüfen. „Ich könnte mir im Verbotsfall sogar vorstellen, mit den Hells Angels gemeinsam zu klagen“, sagte Bandidos-Sprecher Michael N. Traditionell konkurrieren beide Rockergruppen um Einfluss, etwa im lukrativen Nachtleben. Nachdem 2010 das Innenministerium in Schleswig-Holstein die Auflösung der Bandidos-Dependance in Neumünster verfügt hatte, habe man ebenfalls den Rechtsweg eingeschlagen, sagte N. Noch gebe es dazu keine Entscheidung. Vor drei Jahren eskalierte der Kampf zwischen den Bruderschaften in der Region: Damals wurden die Brandenburger Chicanos, den Bandidos nahestehend, verboten. Hells Angels sind vor allem in Berlin, Potsdam und Eberswalde aktiv, die Bandidos neben Berlin in Lauchhammer und Neubrandenburg.hah

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