Berlin : Bankenaffäre: Bewährung für Ex-Manager

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In der juristischen Aufarbeitung der Berliner Bankenaffäre wurde gestern ein Jurist und einstiger Fonds-Manager wegen Steuerhinterziehung zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zudem muss der 53-jährige Christian Lauritzen 200 000 Euro zahlen. Hintergrund des Prozesses sind Geschäfte der Immobilienfirma der früheren Bankgesellschaft mit dem Immobilienunternehmen Aubis. Es geht um Grunderwerbssteuern in Höhe von insgesamt rund 2,35 Millionen Euro. Diese Summe soll dem Fiskus entgangen sein, als in den 90er Jahren Plattenbauten der Aubis-Gruppe in den Immobilienfonds „LBB 12“ der Bankgesellschaft übertragen wurden. Lauritzen war damals als Rechtsberater und als geschäftsführender Komplementär des fraglichen LBB-Fonds mit dem Geschäft befasst. Seine anwaltlichen Pflichten habe Lauritzen nicht verletzt, betonte das Gericht. Doch als Komplementär hätte er überprüfen müssen, ob die aus den Transfers resultierende mögliche Steuerpflicht dem Finanzamt auch gemeldet wurde. K. G.

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