Bankenaffäre : Ex-Manager Schoeps erneut vor Gericht

Zurück auf Los, hieß es gestern vor Gericht für Manfred Schoeps, den ehemaligen Geschäftsführer der Bankgesellschafts-Immobilientochter IGB. Der 64-Jährige muss sich erneut wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Plattenbauten des Immobilienunternehmens Aubis verantworten. Der Freispruch aus dem ersten Prozess hatte vor dem Bundesgerichtshof keinen Bestand. Die obersten Richter kritisierten Lücken in der Beweiswürdigung.

Die Staatsanwaltschaft wirft Schoeps vor, gemeinsam mit weiteren Managern in den Jahren 1996/97 bei der Übertragung der fraglichen Plattenbauten Grunderwerbssteuern von rund 2,35 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Im Falle des damaligen IGB-Chefs geht es um eine Tat durch Unterlassen. Er habe den Kauf von Gesellschaftsanteilen durch den Fonds dem Finanzamt nicht angezeigt, wirft ihm die Anklage vor. „Die Vorwürfe weise ich als unzutreffend zurück“, sagte Schoeps zu Beginn der neuen Verhandlung.

Vor 16 Monaten waren die Richter im ersten Prozess zu der Auffassung gekommen, dass Schoeps nicht verpflichtet war, die Übertragung der Plattenbauten anzuzeigen. Die Affäre um die Immobilienfirma Aubis und deren Geschäftsführer Christian Neuling und Klaus-Hermann Wienhold hatte die Berliner Bankenaffäre ausgelöst. K.G.

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