Bankenaffäre : Versagen von Politikern und Managern

Für den Berliner Bankenskandal, der Milliardenverluste auslöste, sind vor allem frühere Politiker und Manager verantwortlich.

Berlin - Das geht aus dem 900 Seiten langen Abschlussbericht des parlamentarischen Untersuchungsausschusses hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Der Bericht nennt unter anderem die früheren Fraktionschefs von CDU und SPD, Klaus Landowsky und Ditmar Staffelt, den damaligen Finanzsenator Elmar Pieroth und Ex-Daimler-Chef Edzard Reuter. Der Ausschuss-Vorsitzende Frank Zimmermann sprach von «eklatantem Versagen».

Zur Aufklärung einer der größten Bankenaffären der Nachkriegszeit vernahm der Untersuchungsausschuss von 2001 bis 2005 in knapp 100 Sitzungen Politiker, Bank- und Immobilienmanager, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Durch risikoreiche Kredite für Immobiliengeschäfte war die größtenteils landeseigene Bankgesellschaft in eine Schieflage geraten. Die Milliardenverluste des Konzerns musste letztlich der Steuerzahler tragen. Die Affäre führte 2001 zum Bruch der SPD/CDU- Koalition. Seit Juli 2005 stehen 13 frühere Bankmanager und Ex- Aufsichtsratsmitglieder wegen des Vorwurfs der schweren Untreue vor Gericht. ()

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