Berlin : Bankenprozess macht Sommerpause

K. G.

Nach einem Jahr Verhandlungsdauer, immer am Mittwoch und am Freitag – ist es fast wie am Anfang: Die Verteidiger im Bankenprozess gaben gestern wieder einmal Erklärungen ab, und ihre Mandanten nickten. Diesmal ging es um die Aussage einer Bundesbank-Direktorin. Die Anwälte wollen verhindern, dass diese vom Gericht möglicherweise als Sachverständige angesehen wird. Es bestehe die Besorgnis der Befangenheit, argumentierte die Verteidigung.

Der Streit aber kann erst in dreieinhalb Wochen fortgesetzt werden. Denn der Prozess ist gestern in seine Sommerpause gegangen und wird erst am 23. August fortgesetzt.

Die 13 früheren Manager der Berlin Hyp, darunter der ehemalige Bankvorstand und CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky, sollen für die Vergabe von unzureichend gesicherten Millionen-Krediten an die Berliner Immobiliengruppe Aubis verantwortlich sein. Sie hätten bei der Bewilligung von insgesamt 235 Millionen Euro für Kauf und Modernisierung von Plattenbauwohnungen in Ostdeutschland gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen und sich dadurch der Untreue im besonders schweren Fall schuldig gemacht. Die Angeklagten bestreiten jegliche Vorwürfe.

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