Berlin : Banker standen 55 Prozent Zinsen zu

Widersprüche um Kapitaleinlage von Weber-Bank-Chefs aufgeklärt

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Den Gesellschaftern der zur Bankgesellschaft gehörenden WeberBank ist im Zusammenhang mit ihrer hochverzinslichen Einlage privaten Kapitals auf Konten des von ihnen geführten Geldhauses keine Verfehlung zur Last zu legen. Dies sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Bankenaffäre, Frank Zimmermann (SPD), nach der Sitzung. Auch die Widersprüche zwischen Aussagen von Weberbank-Chef Christian Grün und dessen früherem Vorstandskollegen Cornelius Koch seien aufgeklärt. Koch hatte seinen Ex-Kollegen vorgeworfen, nicht ausreichend über die Kapitaleinlage informiert zu haben. Zudem habe das höchst profitable Geldgeschäft gegen eine Übereinkunft verstoßen, wonach man „von diesem Instrument keinen Gebrauch machen wollte“. Drei der vier Weber-Bank-Chefs hatten Mitte und Ende 2000 je eine Million Euro eingelegt bei einer Verzinsung von damals 55 und später 25 Prozent jährlich. Davon informierten die Manager laut Weber-Bank-Vorstand Andreas Bödecker auch die Bankgesellschaft. Im internen Zahlenwerk der Weber-Bank dagegen, zu dem Koch Zugang hatte, sei die Kapitaleinlage falsch zugeordnet und kaum erkennbar gewesen. Allerdings sei eine Einlage von Kapital durch Koch ohnehin unerwünscht gewesen. Man habe sich von dem Manager trennen wollen. Damit sei der Boden für eine Geldeinlage, die dauerhaft in der Bank bleiben und deren Eigenkapitalbasis stärken solle, entfallen. Die Einlage selbst sei nach Paragraph 6 der Banksatzung zulässig. ball

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