Berlin : Barbara John geht in Rente – und bleibt im Amt

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Die Ausländerbeauftragte des Senats, Barbara John, will im Ruhestand ehrenamtlich weiterarbeiten. Im Januar 2003 wird die CDU-Politikerin 65 und geht als Senatsangestellte offiziell in Rente. John, die im vergangenen Jahr ihr 20. Dienstjubiläum feierte, sagte gestern auf Anfrage, dass sie der Sozialsenatorin angeboten habe, danach für zwei Jahre ohne Gehalt im Amt zu bleiben. In den kommenden Monaten kämen auf die Ausländerpolitik neue Aufgaben zu, an denen sie mitwirken wolle: das Zuwanderungsgesetz, die Integrationskurse für Zuwanderer und die soziale Integration von Aussiedlern, die Johns Büro jetzt übernimmt. In einem persönlichen Gespräch habe Senatorin Knake-Werner (PDS) ihr Zustimmung signalisiert, sagte John. Von der Senatorin gab es dazu gestern Mittag keine Stellungnahme mehr – sie war schon in den Urlaub aufgebrochen. Von Politikern mehrerer Parteien wurde Johns Angebot positiv bewertet.

Michael Müller, SPD-Fraktionsvorsitzender, sagte: „Alle in der Fraktion wären froh, wenn Barbara John ihr ungewöhnliches überparteiliches Engagement fortsetzen könnte.“ Grünen-Fraktionsvorsitzende Sibyll Klotz plädiert dafür, „über dieses Angebot allen Ernstes zu beraten“. Auch im Senat sei unumstritten, dass sie hervorragende Arbeit leiste, sagte der stellvertretende Senatssprecher Günter Kolodziej. Die Entscheidung liege jedoch bei Sozialsenatorin Knake-Werner. -ry

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