Barrierefreiheit in Berlin : Einbau von behindertengerechten Aufzügen in Spandau verzögert sich erneut

Viele Spandauer sind verärgert, weil der Einbau von behindertengerechten Aufzügen in drei U-Bahnhöfen des Bezirks länger dauert als geplant. Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz hält die erneute Verschiebung für "nicht akzeptabel".

Rainer W. During
Drei Spandauer U-Bahnhöfe werden deutlich später behindertengerecht umgebaut als ursprünglich geplant.
Drei Spandauer U-Bahnhöfe werden deutlich später behindertengerecht umgebaut als ursprünglich geplant.Foto: dpa

Als „nicht akzeptabel“ hat der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz die erneuten Verschiebungen beim Einbau von behindertengerechten Aufzügen in drei Spandauer U-Bahnhöfen bezeichnet. Der Bahnhof Haselhorst, dessen Anlage ursprünglich bereits 2012 und dann in diesem Jahr fertiggestellt werden sollte, wird jetzt erst zum Herbst 2015 umgerüstet. Die Bahnhöfe Siemensdamm und Zitadelle sollen nunmehr erst 2017 für Rollstuhlfahrer nutzbar sein. „Viele Spandauer Fahrgäste sind zu recht stinksauer“, sagte Buchholz.

Das Genehmigungsverfahren für den Umbau des Bahnhofs Haselhorst dauerte zweieinhalb Jahre. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner hervor.

Die Arbeiten am Bahnhof Zitadelle sollen planmäßig im ersten Quartal 2016 beginnen, doch muss die Station mit drei Aufzügen erschlossen werden, was rund 18 Monate dauert. Am Bahnhof Siemensdamm ist der Baubeginn noch offen, weil zuvor der dort befindliche Schutzbunker als Zivilschutzanlage entwidmet werden muss. Das war ursprünglich bereits 2012 geplant, ist aber noch immer nicht geschehen.

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